E.Mörike

Im Oktober 2018

Liebe Freunde,

Leider war es auch diesmal nicht möglich, wie schon im Frühjahr, nach Rumänien zu fahren. Eigentlich war geplant; Ende September zu fahren. Zwei liebe Freunde hatten sich dafür Urlaub genommen; und wir alle hatten uns schon sehr gefreut; gemeinsam die Tage, unter anderem auch, zu genießen. Doch dann wurde in Juli bei mir, mehr zufällig festgestellt,das auf der Leber d Metastasen sind.Danach war ich im Auftrag unseres Landesverbandes in einer kleinen Gemeinde. Nach dem Gottesdienst kam eine bescheiden wirkende Frau auf mich zu. „Ich sehe, dass es ihnen nicht gut geht“ so spricht sie mich an. „Ja, das stimmt“ antwortete ich. „Haben sie etwas mit der Leber“? „Sieht man mir das irgendwie an?“ war meine Reaktion. „Nein, das hat Gott mir gezeigt. Darf ich für sie beten und sie segnen?“ Ich muss bekennen, seit diesem Zeitpunkt war alle Angst und Sorge vergessen. Auch habe ich bei der ganzen Behandlung, die dann folgte, bisher keine nennenswerten Beschwerden gehabt.
Bei einem darauf folgenden Krankenhausaufenthalt mit diversen Untersuchungen konnte leider die Ursache nicht gefunden werden. So bin ich jetzt mitten in der Chemotherapie mit immer wieder mehrstündigen Infusionsgaben.
Natürlich geht mein sehnlichster Wunsch dahin, im kommenden Frühjahr wieder nach Rumänien fahren zu können. Dann auch zum letzten Mal mit dem großen Anhänger. Was dann zukünftig noch möglich ist, liegt in der Hand meines Auftraggebers, Gott!

Auch wie schon in den Jahren zuvor wurden in unserer Ferienlage in Sebes de Sus Ferienmaßnahmen durchgeführt. Neben Kindern aus Rosia waren es in der Hauptsache Kinder aus den Gemeinden um Medias.(Bilder 1-4)

 In Selimbar läuft es gut. Wie gewohnt, ist es nicht anders wei hier bei uns. Jeder Senior hat so seine eigenen Bedürfnisse, ob physisch oder/und seelisch. Dies erfordert vom Personal viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Liebe. (Bilder 5-6)

Wie in jedem Jahr um diese Zeit wird geerntet und für den Winter vorbereitet, wie Einwecken und Einfrieren. Inzwischen ist aus dem Provisorium des Schweine- Hühnerstalles ein festes Gebäude geworden. (Bilder 9-12)

 

Heute leben 65 Senioren in unserem Haus. Sie werden von 20 Angestellten rund um die Uhr betreut und versorgt. Der Überschuß, den das Haus erwirtschaftet , kommt den Mädchen und armen Familien zugute.

Maria S.und Magdalena S. beide haben ihr Abitur gemacht und sollten von uns auf die Pflegeschule geschickt werden. Ihre Eltern sehen es nicht ein, und so mussten sie nach Hause zurück, und sie sollen verheiratet werden. Rebeca und Alina B.machen eine Lehre als Krankenschwester. Die Schule kostet Geld. Da die Eltern dies nicht finanzieren können, haben wir das übernommen.
Adriana L. aus Resita absolviert ein Medizinstudium. Arbeitet in der Gemeinde mit und gibt Matthematikunterricht.

Mit herzlichen Dankesgrüßen, Ehrhart

 

 

Bilder 1-4

 

  Bilder 5-6 Bild 7
Bild 8  Bild 9-10


  Bild 11-12

 

Im April 2018

Liebe Freunde,

Leider war es nicht möglich, jetzt im Frühjahr nach Rumänien zu fahren. Meine Frau Edith und ich, wir beide sind kräftemäßig noch nicht für eine so lange Reise fähig. Außerdem habe ich mir das rechte Handgelenk gebrochen und so kann ich auch einige Wochen das „Ruder“ nicht bedienen. Doch hoffe ich sehr, dass wir dann im Sommer fahren können.
Vor Ort ist jetzt Gartenarbeit angesagt: Blumen pflanzen, Obstbäume zurechtschneiden, Gemüsebeete anlegen und vieles mehr.

     

Zusätzlich wird gerade ein Stall aus Steinen für die Hühner und Schweine gebaut. Der alte Stall aus Holz verbreitete unangenehme Gerüche und war ja auf Dauer auch nicht wetterfest.
Außerdem wird im Keller ein Schlachtraum eingerichtet, um damit auch die Hygienevorschriften einzuhalten.

     

Im letzten Rundbrief hatte ich Euch unseren neuen Hausmeister Nicolae Adrian vorgestellt. Wir sind dankbar für ihn, er ist sehr fleißig und erledigt seine Aufgaben sehr gewissenhaft.
Unseren Senioren geht es gut. Für das Personal ist es immer wieder eine Herausforderung, da ja viele Senioren bettlägerig sind und somit auch eine intensive Betreuung benötigen. Ein großes Problem ist, es zuverlässige Pflegekräfte zu finden. Durch Migration ist der Arbeitsmarkt ständig in Bewegung und viele wechseln ihren Job, sobald irgendwo mehr Gewinn versprochen wird.Die Mädchen sind alle mit der Schule beschäftigt. Emanuela und Estera bereiten sich für das Abitur vor. Bev (Missionsleiterin für Osteuropa und Förderin unserer Arbeit) kommt wö-chentlich vorbei und bereitet sie auf Englisch vor. Alexandra und Naomi haben bei einem Wettbewerb über Religion auf Nationalebene teilgenommen. Es war für Beide eine schöne Anerkennung.

   

Inzwischen werden bei der Straße an unserem Haupteingang Häuser gebaut. Das nährt die Hoffnung, dass endlich der Feldweg zu einer vernünftigen Straße ausgebaut wird.
Es ist ganz toll, zu sehen, wie unsere Mädchen auch bei der Kinderarbeit in der Baptistengemeinde Rosia mithelfen. Wie früher schon einmal erwähnt, sind ja die Rumänen sehr musikalisch und lernen gern ein Instrument zu spielen. So werden die gesponserten Instrumente eifrig benutzt.

     

Mit herzlichen Dankesgrüßen,

Euer Ehrhart Weider

 im Januar 2018

Lieber Sponsoren
Ich möchte in erster Linie Gott und dann euch danken für eure Opfer und Unterstützung damit uns geholfen wird.
Ich bin 19 Jahre alt und im ersten Jahr bei der Uni hier in Sibiu.
Ich kann sagen, dass ich die hier gesammelten Erfahrungen nie vergessen werde.
Auch möchte ich Ihnen danken, dass sie indirekt zur Entwicklung meiner Persönlichkeit und Charakter beigetragen haben.
Wir werden alles tun Gott so gut wie möglich zu dienen und ihm danken für diesen großen Segen.
Ihr seid in meinen Gebeten und auch in meinem Herz.
Lieben Gruß,  Ana S.


Hallo
mein Name ist Melania. Ich freue mich durch eure Unterstützung in einem christlichen Gymnasium studieren zu dürfen. Ich bin euch sehr dankbar dafür.
Der Herr möge euch segnen.


 Für die die mir eine Tür geöffnet und mir eine Hand entgegen gestreckt haben.
Ich hätte nicht mal darüber träumen können. Aber mit euer Hilfe und einen großen Gott bin ich nach Sibiu gekommen. Ich habe hier ein Bett und Essen gefunden.
Ich habe neue Leute kennenlernen dürfen, Geschwister durch die Gott noch heute arbeitet.
Ich durfte auch in der Gemeinde Rosia mit den Kindern arbeiten. Wir gaben ihnen über Gott, was richtig und was falsch ist.
Ohne eure Hilfe hätte ich wahrscheinlich nicht so ein Leben voller Verantwortung gehabt.
Dieser Dank geht an euch die mir diesen Traum erfüllt habt.
Lieben Gruß, Magdalena


 Hallo,
Ich heiße Isabela und lerne in einem christlichen Gymnasium. Ich möchte Ihnen danken, dass ich hier sein kann.
Gott möge euch segnen.


 Ich heiße Alexandra G. bin 17 Jahre alt und besuche die 9te Klasse des Betania Gymnasiums. Ich bin ein gesegnetes Mädchen von Gott durch euch. Ich möchte euch aus ganzem Herzen für diese Möglichkeit danken. Ohne die wäre mir unmöglich hier zu sein.
Im Sommer habe ich die Arbeit mit den Kindern bei Valea Moasei unterstützt und ab letztem Sommer habe ich auch bei den Kindergottesdienst in Rosia geholfen.
Ich möchte alles was in meiner Macht steht, dass sie Gott kennenlernen werden.
Ich danke Gott und bete für euch und ich wünsche mir euch allen zu treffen, wenn nicht auf dieser Erde, dann mit Sicherheit im Himmel. Gott segne Sie,
Lieben Gruß, Alexandra


 Ich bin Estera S.,
und durch diese wenige Worte möchte ich euch danken für alles was Sie für mich, meine Schwestern und anderen Mäd-chen machen.
Ich bin sehr dankbar in Sibiu leben zu dürfen und nicht täglich oder periodisch pendeln zu müssen. Ich möchte euch für das ganze Unterkunftpaket danken.          Ich sehe mich als sehr gesegnet. 

Gott soll euch für das alles segnen.
Lieben Gruß, Estera 


 

Ich heiße Naomi S. und möchte euch aus ganzem Herzen danken für alles was ihr für mich macht. Ich bin sehr zufrieden hier in Sibiu leben zu dürfen und ich danke euch für eure Unterstützung und Opfer um das, für mich und die anderen Mädchen, zu ermöglichen.
Gott segne Sie,
Herzlichen Grüßen, Naomi 


 Mein Name ist  Magdalena-Manuela. Ich möchte aus ganzem Herzen danken dafür, dass Sie mich sponsorisieren. Ich bin sehr dankbar in Sibiu leben zu dürfen und dass ich alles was ich brauche habe.
Ich danke euch und wünsche euch Gottes Segen.
Grüße, Manuela

Dezember 2017

Liebe Freunde des Hauses der Hoffnung,
viele Grüße aus der Mission des Hauses der Hoffnung! Es ist viel zu lange her, dass wir euch auf dem Laufenden gehalten haben. Aber ich darf euch versichern, dass unsere Arbeit nach wie vor stabil ist und einen positiven Einfluss auf viele Leben hat. Damit meine ich vor allem die Senioren in unserem Haus und die Mädchen, die im Direktorenhaus wohnen, um weiter zur Schule gehen oder eine anderweitige Ausbildung weiterverfolgen zu können. Während ich dies schreibe nennen 82 Senioren unser Haus der Hoffnung ihr zuhause!
Dieser Sommer war ein guter für unseren Garten, die Obstbäume und Weinreben. Aktuell werden 10 Schweine aufgezogen, deren Fleisch den Bewohnern zu Gute kommen wird. Gerade wurden zudem 200 Hühner geschlachtet und ausgenommen.

In dem Foto rechts sind die fünf Mädchen zu sehen, mit denen ich Englisch übe. Izabela, Melania, Magda, Alexandra und Naomi gehen alle auf die christliche Schule. Eine hat gerade er angefangen, drei sind in der Mittelstufe und die fünfte ist in der Oberstufe. Vier von ihnen stammen aus dem Dorf Copaceni, in dem es keine weiterführende Schule gibt. Naomi kommt aus einem Dorf nicht weit entfernt von Sibiu. Insgesamt wohnen neun Mädchen in dem Haus: zwei weitere stehen kurz vor dem Abschluss, eine hat gerade an der örtlichen Universität angefangen und die neunte arbeitet in zwei verschiedenen Einrichtungen. Die Mädchen besuchen die örtliche baptistische Gemeinde, die weiter unten an der Straße liegt.
Wie die meisten von euch wissen, begann die Arbeit des Hauses der Hoffnung 2003 als Durchgangsheim für Mädchen, die in einem Waisenheim aufgewachsen waren. Über die Jahre haben viele Mädchen hier gewohnt und ihren Start in ein verantwortliches Erwachsenenleben gewagt – eine erste Arbeitsstelle, die eigenen Zimmer pflegen, kochen lernen und allen von ihnen wurde die Liebe Gottes zu ihnen nahe gebracht. Im Laufe der Jahre hat der Bedarf für diese Arbeit abgenommen. Das ist der Grund dafür, dass wir nunmehr Senioren beherbergen – hier ist die Not groß!
Auf dem Bild zur Linken seht hier zwei Frauen (mit mir), die fünf Jahre lang im Haus der Hoffnung gewohnt haben. Ileana und Irina haben ihre Jobs seit mehr als 10 Jahren und jede von ihnen eine kleine eigene Wohnung. Sie besuchen treu jeden Sonntag die Kirche. Das Foto wurde aufgenommen während wir gemeinsam ein bisschen Zeit auf dem Weihnachtsmart in Sibiu verbrachten. Eure Beiträge bringen auch noch Jahre nach der Investition Nutzen in ihrem Leben. Es gibt noch viele weitere ehemalige Bewohnerinnen, denen es sehr gut geht und die weiterhin die Kirche besuchen.
Im Moment haben wir ein ein paar finanzielle Engpässe. Wie ihr wisst, standen während der letzten zwei Jahre Renovierungen um, um den Feuerschutzvorschriften in Altenwohnheimen gerecht werden zu können. Die Arbeiten wurden inzwischen abgeschlossen und im Moment sind wir das einzige Heim Bezirk, dass die Auflagen komplett erfüllt. Im oberen Stockwerk mussten alle Badezimmer angepasst werden, sodass breitere Türen eingebaut werden konnten, durch die man mit einem Rollstuhl kommt. Die Duschen mussten ebenfalls entsprechend vergrößert werden. Aufgrund dieser Arbeiten mussten auch neue Fliesen angeschafft und an Wänden und Fußböden verlegt werden. Alle Betten werden nach und nach gegen solche ausgetauscht, die per Knopfdruck rauf- und runtergefahren werden können, wie Krankenhausbetten. Im Moment sind noch 8.000 € (9.400 $) offen, damit die Schulden für diese Arbeiten abbezahlt werden können. Schließlich müssten noch vor dem Sommer feste Jalousien an den Fenstern angebracht werden. Die Kosten hierfür betragen rund 2.500 € (2.900$). Vielleicht ist es ja dem einen oder anderen möglich, sich an den Kosten zu beteiligen.
Bitte betet weiterhin für die Verantwortlichen, Ärzte, Krankenschwestern, Köche und alle anderen Mitarbeiter, die sich um die Senioren kümmern. Am Ende ihres Lebens haben diese Senioren die Möglichkeit, die Gute Nachricht zu hören. Viele von ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben. Eine Familie, die im selben Wohnblock wie ich wohnt, hat ihre Mutter vor drei Jahren zu uns gebracht und sie sind sehr zufrieden mit der Pflege.
Wenn du den Eindruck hast, dass du einen Beitrag leisten solltest, lautet die Adresse folgendermaßen: Greater Europe Mission, P.O. Box 1669, Monument, CO 80132. Bitte notiert als Verwendungszweck das Haus der Hoffnung auf einem separaten Papier. Vielen Dank!
Frohe Weihnachten und Gottes reichen Segen im Jahr 2018!
Bev

 

 

 

 

 

 

 

im Dezember 2017

   Liebe Rumänienfreunde,

 

im Moment sieht es leider in unserer Regierung nicht viel nach Liebe, Verständnis und Miteinander aus. Eher nach Diskriminierung, Rechthaberei, Machtgerangel und Egoismus. Schade, von Advent und Weihnacht mit der Freuden- und Friedensbotschaft ist nicht viel zu spüren bei den Verantwortlichen. Versuchen wir zumindest im Persönlichen, in dieser Zeit einmal bewusst ein freundliches Wort weiter zu geben, eine hilfreiche Hand auszustrecken. Es ist nicht viel und kann doch manches Eis brechen.

Wir freuen uns und sind immer wieder dankbar, dass uns die anvertrauten Mädchen, (besser ist wohl jungen Damen zu sagen) mit ihrem Lerneifer und daraus resultierenden sehr guten Zeugniszensuren. Unsere Freundin Beverely gibt ihnen jetzt jede Woche Englischunterricht.

Im diesjährigen Ferienlager inunserem Freizeitzentrum waren unter anderem auch 42 Kinder aus Copsa Mica (siehe Bilder unten). In Copsa Mica

wurden zur Zeit des Diktators Ceaucascu in einer großen Fabrikanlage vorwiegend Autoreifen verbrannt zur Stromerzeugung. Ich konnte mich damals in den 90ziger Jahren persönlich davon überzeugen, dass in diesem Ort es buchstäblich keinen weißen Fleck gab. Wirklich alles, ob Baum oder Strauch, Haus oder die spielenden Kinder waren von schwarzem Ruß bedeckt.
Wer mehr über die Stadt Copsa Mica erfahren möchte, siehe unter:
http://reporterreisen.com/zehn-tage-siebenbuergen/reportagen/die-vergiftete-stadt/index.html

 

 

 

Eine andere Gruppe kam aus Medias mit 40 Personen und aus einem Kinderheim aus Ocna Mures mit 38 Kindern. Der größte Teil von ihnen kam aus nichtchristlichen Familien.
Durchweg war es für alle Beteiligten eine gute und hoffentlich nachhaltige Erfahrung.

Industrieruinen in der Stadt Copsa Mica - als die Fabriken noch in Betrieb waren, war stets alles von einer zentimeterdicken, schwarzen Staubschicht bedeckt.

 

Ab 1. November haben wir einen jungen Mann aus Valcea als Hausmeister eingestellt. Er heißt Baragan Nicolae Adrian und ist 27 Jahre alt. Er kommt aus christlichem Elternhaus und hat noch 3 Brüder.

 

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, sowie einen guten Start in das neue Jahr wünscht Euch

Ehrhart Weider

 

 

Reich ist, wer viel hat,
reicher ist, wer wenig braucht,
am reichsten ist, wer viel gibt.
G.Tersteegen

Liebe Rumänienfreunde,

schweren Herzens kann ich jetzt im Herbst nicht nach Rumänien fahren. Doch das Wohl der Ehefrau Edith ist tausendmal wichtiger. Zwei kurz hintereinander stattfindende nicht einfache Herzoperationen, musste sie über sich ergehen lassen. Langsam, sehr langsam kommt sie wieder zu Kräften, und ich will ihr gerne ein gute Stütze sein.

 

Wie gewohnt, ist jetzt die Zeit Vorräte für den Winter anzulegen. Im Bild rechts kann man erkennen das die Obstbäume, Blaubeer- und Johannesbeersträucher gut gewachsen sind, und im nächsten Jahr eventuell die ersten Früchte geerntet werden können. Es ist schon eine große finanzielle Entlastung Obst, Gemüse im eigenen Garten zu ernten. Auch das Fleisch aus der eigenen Tierhaltung (Schweine und Hühner) trägt dazu bei.

 

Damit die Treppe und der Eingang des Hauses trocken bleibt wurde ein Vordach als Schutz gebaut.

 Wir sind sehr dankbar, dass der Betrieb des Hauses ohne wesentlichen Probleme läuft, und endlich einmal vor den manchmal schwer zu verstehenden Auflagen verschont blieben.

 
     

Höhepunkte sind unter anderem auch die gemeinsamen Geburtstagsfeiern, die Gymnastikstunden oder einfach im Kreis zu sitzen und zu erzählen - dem Rumänen geht niemals der Erzählstoff aus.

   
 Naomi  Ana  Alexandra  Magda  Melanie  Izabel

Naomi ist neu bei uns. Sie gehört zu der der Familie mit der "unzähligen" Mädchenschar. Ana S. ihre Schwester Sie geht zur Uni und will Krankenschwester werden.

Diese 4 Mädchen kommen alle aus dem Dorf Copacheni, ca. 130 Km nördlich von Sibiu. In dieser Region gibt es wenig Möglichkeiten für eine Ausbildung oder Studium. Es gibt ein paar Städte in Rumänien die z.Zt. eine große Anziehungskraft haben und Sibiu ist eine davon. Die Mädchen sind alle gut in der Schule und wollen ihre angebotene Chance nutzen. Ihre Familien sind sehr arm. Viele Leute aus dieser Gegend arbeiten ein paar Monate (Saison) in Europa um ihr Einkommen aufzubessern. Eine Ausbildung, oder sogar Studium ist für sie sehr kostenintensiv und kann von den Eltern nicht bezahlt werden. Die Hilfe, die wir ihnen anbieten bringt zwar im Moment nichts, aber sie haben dann in der Zukunft sehr gute Chancen.

Alexander (im letzten Rundbrief ausführlich die Hochzeit geschildert) hat eine Weile in Selimbar mitgeholfen. Wir haben ihm einen Arbeitsplatz in einer Bäckerei vermittelt. Seine Frau Kasandra erwartet ja ihr Baby. Wir helfen ihnen mit Kleidung und anderen notwendigen Dingen.

Mit lieben und herzlichen Grüßen,
Euer Ehrhart Weider


Jeder mag dazu seine Meinung und Standpunkt haben. Eines was ich mir wünsche, dass wir uns gegenseitig akzeptieren, und nicht, wie es leider immer wieder vorkommt, die Köpfe einschlagen.
Für mich persönlich ein erstaunliches Ergebnis!

ZWISCHENRUF: Die Ehe soll als Verbindung zwischen Mann und Frau festgeschrieben werden.
                                                              Überraschung: Rumänien stimmt für die Ehe
Das rumänische Parlament hat in der letzten Woche eine beachtliche Entscheidung getroffen und sich für die tra¬ditionelle Familie und Ehe aus Mann und Frau ausgesprochen. Hintergrund ist eine von der Rumänischen Orthodoxen Kirche gestartete Initiative. Diese überkonfessionelle „Koalition für die Familie" hat es geschafft, in nur einem knappen Jahr drei Millionen Unterzeichner hinter sich zu versammeln. Sie wird wiederum von einer Bewegung, die sich vehement für die Homo-Ehe als „europäische Errungenschaft" und „EU-Standard" ausspricht, als religiös-fundamentalistische Kampagne diffamiert. Der Parlamentsbeschluss spiegelt aber den Mehrheitswillen der Bevölkerung wider: 87% der Staatsbürger gehören der orthodoxen Kirche an. Während mehrere EU-Staaten die Homo-Ehe eingeführt haben, schob das rumänische Abgeordnetenhaus dem mit 232 von 270 Stimmen einen Riegel vor. Ziel ist ein Referendum zur entsprechen den Verfassungsänderung. Die Ehe soll künftig in Artikel 48 der Verfassung als Verbindung zwischen Mann und Frau festgeschrieben werden. Das nächste Votum obliegt demSenat als zweiter Kammer. Hier will die Nationalliberale Partei (PNL) des deutschstämmigen Präsidenten Klaus Johannis erreichen, dass die „traditionelle" Ehe nur als eines von mehreren Familienmodellen gilt. Doch 42 von 50 Abgeordneten der PNL trugen das Votum pro Ehe (Mann und Frau) in der ersten Kammer trotzdem mit. Von den 136 Parlamentariern der regieren¬ den Sozialdemokraten (PSD) stimmte nur einer mit Nein.

Pfarrer Jürgen Henkel aus Selb ist Bezirksvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU Oberfranken
ideaSpektrum 21.2017

 

Die Menschen kümmern sich nicht
um das was wir wissen,
bevor sie wissen,
dass wir uns um sie kümmern.


unbekannt

Liebe Freunde,
2017.12017.2das hatten wir bisher bei unseren Fahrten nach Rumänien, obwohl die meistens schon im März waren, noch nicht erlebt. An Ostern, 17.04.2017, hatte es im Bergischen Land über Nacht geschneit. Als wir von der Autobahn abfuhren, um unsere beiden Mitfahrer aus Marienheide abzuholen, blieben wir gleich, wie auch andere Autofahrer, auf der Landstraße im Schnee stecken. Nach vielen Versuchen des Hin- und Herrutschens und einem Stoßgebet zum Himmel, konnten wir dann nach einer Stunde weiter fahren. Auch in Sibiu blieben wir vom Schnee auch nicht verschont.

 

 

Inzwischen ist fast jeder freie Platz auf dem Grundstück genutzt für Obst- und Gemüseanbau.

2017.32017.42017.5

Ich habe schon des öfteren über unser Problemmädchen Bomby berichtet. Letztes Jahr hatten wir ihr wieder eine kleine Wohnung beschafft. Seitdem arbeitet sie in einer Fabrik zur vollen Zufriedenheit ihres Arbeitgebers. An den Wochenenden hilft sie fleißig im "Haus der Hoffnung" in der Küche mit bei "freier Kost".

Ob sich in den nächsten Jahren die Diskrepanz zwischen Stadt- und Landbevölkerung ändern wird ist sehr unwahrscheinlich.

2017.62017.8Vieles liegt immer noch in diesem Land im Argen. Warum verlassen gut ausgebildete Menschen immer noch das Land? Wenn ein Arzt und Lehrer mit Studium auch nur ca. 400 Euro wie ein guter Handwerker erhält, wundert es nicht, dass über 20.000 Ärzte in Rumänien fehlen, die in Dtschld., Schweden oder der Schweiz ein Vielfaches verdienen.

Ein weiteres großes Problem ist immer noch die Korruption. Sie ist in Rumänien allgegenwärtig und schwer zu bekämpfen, weil auch Spitzenpolitiker Teil des kriminellen Systems sind.

 

 

 

2017.10

2017.7

 

 

 

 

 

 

Wie es schon zur guten Gewohnheit gehört, haben wir Familien besucht, um ihnen einige notwendige Dinge zu übergeben. Es fällt mir immer noch nach über 25 Jahren schwer, mit solchen teilweise menschenunwürdigen Situationen fertig zu werden.

2017.11

2017.122017.13

Dankbar sind wir, dass wir endlich nach 2 Jahren des Suchens, einen guten Hausmeister gefunden ha-ben. Zur Zeit ist Alexandru noch zur Reha, nach einem Leistenbruch. Er ist der Bruder eines unserer betreuten Mädchen. Auch arbeitet ein junger Mann im Haus, der dann sozusagen die rechte Hand von Alexandru sein wird. Dieser junge Mann, er heißt auch Alexandru T. wurde von Mimi aus dem Waisenhaus geholt. Er hat keine Eltern und auch keine Personalpapiere. Diese lebensnotwendigen Papiere hat dann Mimi mit vielen Mühen besorgt.

Vor einiger Zeit besuchte ich eine junge Frau, Mutter von 2 kleinen Kindern. Es ist immer wieder für mich traurig, zu sehen, wie junge Menschen in solchen Fällen, und es ist keine Ausnahme, ihrer Kindheit und Jugend sozusagen beraubt werden. Erstaunt waren wir, dass jetzt Alexandru T. und Kasandra heiraten. Ein 3. Kind ist unterwegs. Das diese Ehe Bestand haben wird, kann nur mit moralischer wie praktischer Hilfe von Mimi geschehen. Da die Eltern von Kasandra ein kleines Häuschen in Rosia haben, ist es möglich auf dem Grundstück anzubauen. Wir wollen den jungen Leuten helfen, eigene vier Wände zu haben.

    v.lks. Brautmutter,Alex.,Brautvater,Kinder Stefan u. Bani,Kasandra
Mit den Trauzeugen Sandra (lks.) und Dr.Alina (Ärztin im Haus Hoffnung)    
 

 Eine wertvolle Spende aus Stuttgart von elektr. bedienbaren Pflegebetten incl. neuer Matratzen.

Einige Impressionen von der dieser Fahrt:

Die wenigen Sonnenstrahlen genießen Bahnhof Selimbar Im Skigebiet Pältinis (Hohe Rinne), ca.1600 m hoch

Es sind diesmal viel Bilder, die oft mehr Aussagen als viele Worte. Trotz allen Widrigkeiten und
Problemen im Land, bin ich immer wieder begeistert über das Land mit seiner noch großen unberührten Naturlandschaften und seinen umgänglichen Bewohnern.

Uns allen wünsche ich eine hoffentlich gute Sommerzeit mit viel Sonnenschein und Wärme.

Mit herzlichen Dankesgrüßen,
Euer Ehrhart Weider

Es folgt ein Bericht von Stefan, er war das erste Mal dabei, mit seinen Eindrücken

Eine Reise auf rumänisch
17.04.2017 – 24.04.2017
Ein Bericht von Stefan Höne
Neugierde ist ein Antreiber in meinem Leben, der mich immer wieder in Situationen bringt, in denen ich mich frage: Willst Du das wirklich?
So packte mich auch die Anfrage von Johannes, mich an einem Hilfsprojekt für Rumänien zu beteiligen, genau an diesen Punkt, der Neugierde. Ich sollte ihn, Ehrhart und wie ich später erfuhr, Erharts Frau Edith bei einem Trans-port von Hilfsgütern unterstützen und diese vor Ort auch teilweise verteilen.
1986 war mein bisher erster und einziger Besuch in Rumänien. Ich hatte am Schwarzen Meer günstig Urlaub ma-chen wollen. Was ich damals dort erlebte an Kriminalität und Umweltverschmutzung, ließ mich, selbst als junger Erwachsener, aufschrecken.
Touristen aus Osteuropa wurden zu Menschen zweiter Wahl, wir aus Westdeutschland aber dauernd auf Westmark und Westprodukte angesprochen. Sahst Du Einheimische mit Westkleidung, fragtest Du dich, nach einigen Erfahrungen mit Einbrüchen und Diebstählen im Hotel, ob sie gerade Deine Kleidung trugen.
Die Mahlzeiten im Hotel waren nur mit entsprechender Nachbehandlung mit hochprozentigem Alkohol genießbar und verblieben dann auch erstmal im Magen.
Kurz: Das totalitäre System mit seinen Menschen rund um den rumänischen Diktator Ceausescu war mir in keiner guten Erinnerung geblieben.
Konsequenz dieser Erinnerung: Ich sagte Ja, ich reise mit nach Rumänien.
Am Ostermontag, war geplant, nach einem guten Frühstück bei der Familie Koslowski, mit allen Beteiligten zu starten. Da gemeinsames Essen der kleinste gemeinsame Nenner einer Gemeinschaft ist, war ich gespannt auf meine Mitfahrer. Ich hatte im Vorfeld schon einige Informationen bekommen, und es schien mir doch durchaus möglich, eine gute Zeit miteinander zu verbringen.
Soweit, so gut.
Ostermontag, unser Starttag war weiß wie der Winter. Es hatte über Nacht im Bergischen Land geschneit, und Ehrhart und Edith waren mit ihrem VW Bus mit Doppelachshänger gerade bis hinter die Abfahrt Meinerzhagen gekommen und kamen bei dem Schneefall nicht weiter. Schon eine kleine Herausforderung, dachte ich mir und bewunderte insgeheim die beiden Oldies, beide in der Mitte der siebziger Jahre. Sie waren bereits am frühen Morgen gegen drei Uhr in Hamburg gestartet, und durch die Aufregung hatten sie die letzte Nacht auch nicht geschlafen. Das konnten sie ja jetzt nachholen, so dachte ich mir.
Johannes brachte unser Schiff wieder in fahrbares Wasser, so dass wir zeitig losfuhren. Bei der nächsten Raststätte wurde erst mal Pause eingelegt, damit wir uns etwas kennenlernen und frühstücken konnten.
Mit Musik auf den Ohren ging es bald am Steuer durch die Nacht auf Ungarns Straßen. Die Bodenplatte des VW Busses brachte mir auch einigen Schlaf zwischendurch, und so waren wir nach ungezählten Pausen, 1750 Kilome-ter, mit Tempo max. 90 Kilometer pro Stunde, Strafzettel waren ja selbst zu tragen, nach 27 Stunden beim „Haus der Hoffnung“ bei Selimbar in Sibiu.
Angekommen in Selimbar, bekamen Johannes und ich ein Gästezimmer, wofür die Küchenfee ihren Schlafraum frei machen durfte, und die Leitung unseres Tracks und Hilfsprojektes bekam ein kleines Appartment im Obergeschoß über den Eingangsbereich. So war auch hier alles im Blick.
Das „Haus der Hoffnung“ war ursprünglich als Wohnheim für Mädchen gedacht, wurde mit der Zeit zum Senioren-heim. Es ist wirklich sehr gut und gemütlich für die alten Menschen hergerichtet. Die Investitionen, die in der letzten Zeit getätigt wurden, um den Ansprüchen nach Sicherheit und Komfort gerecht zu werden, waren enorm. Ein Aufzug, Brandschutzmaßnahmen, neue Innentüren und einiges mehr wurden angeschafft und installiert. Eine Hilfsorganisation aus Süddeutschland brachte, während unseres Aufenthaltes, sehr gute elektrisch verstellbare Krankenbetten und Kleidung, und ich konnte beim Abladen und Verteilen helfen.
Tief beindruckt hat mich, dass die Leitung des Hauses zu der Betreuung von Senioren und der Bereitstellung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen auch soziale Projekte unterstützt und federführend leitet.
Eine Frau und gleichzeitig Großmutter, um die vierzig, wurde eingestellt, damit sie durch ihr Gehalt ihre Tochter und beide Enkelkinder versorgen kann. Ihren Enkelkindern wurde bereits eine Abschiebung in ein Kinderheim angedroht, sodass durch diese Unterstützung verhindert werden konnte, dass zwei Kinder in rumänische Heime gebracht worden. Für alle Seiten ein Gewinn.
Ein junger Mann, Vollwaise, um die zwanzig Jahre, arbeitet ebenfalls bei dem „Haus der Hoffnung“. Ich sah ihn, wie geschickt er sich um die Obstbäume kümmerte. Er hatte dort vielleicht erstmals ein soziales Netz gefunden, was ihn aufnahm.
Das „Haus der Hoffnung“ brachte für diese fünf Menschen mehr als nur Sicherheit. Der junge Mann lernte die Tochter kennen, deren Mutter ja dort arbeitet, und wie das Leben so spielt, sie verliebten sich.
Wir waren Gäste bei ihrer Hochzeit und gleichwohl alles sehr einfach war, waren die beiden Brautleute und deren Familie mehr als nur berührt von der Großzügigkeit dieses Hauses. Sie durften erleben, wie Menschen ihnen halfen, eine Hochzeit zu organisieren und für eine kleine Feier und Essen sorgten.
Wir besuchten während dieser Woche noch einige Familien in ihren Wohnhäusern. Unangemeldet kamen wir mit einigen Nachbarn oder Kirchengemeindemitgliedern bei ihnen vorbei.
Wir brachten Kleidung, ein Gebet und ein Lied, das von Hoffnung und Gottes Nähe sprach. Was ich sah in diesen Häusern, waren teilweise verstörte Menschen.
Kinder, die nicht wussten, wie Schokolade aus Folien zu packen ist, Jugendliche, die auf den Boden schauten und das Geschehen irgendwie mehr oder weniger teilnahmslos über sich ergehen ließen. Großmütter, die mit uns ge-meinsam beteten.

Ich bin mir sicher, dass die Menschen bemerken, dass es andere Menschen gibt, die Ihnen helfen. Mimi und Cornel, die Rumänische Leitung des Hauses, stehen dafür. Ich persönlich weiß nicht, wie diese Menschen aus dieser Situation herauszuführen sind, oder ob das überhaupt möglich ist. Ich hoffe, sie spüren unsere gute Absicht.
Zu dieser Situation fällt mir ein Spruch von meiner Tante Irmgard ein:
„Lieber ein kleines Licht als gar kein Licht“.
Ein ganz großes Licht sah ich da bei einer alten Dame, die in einen der vielen Vororte von Sibiu in einem Hochhaus wohnt. Schon die Fassaden der Plattenbauten erinnern an die sechziger und siebziger Jahre. Die Treppenhäuser sind sauber und die Türen glänzen wie mit einen Schifflack lackiert. Als uns die Wohnungstür von dieser Dame geöffnet wird, begrüßt uns eine Frau auf Deutsch, die beste Freundin unserer Gastgeberin. Kaffeegeruch, Kuchen und Gebäck erwarten uns, und mir ist beim Verzehr ein wenig befremdlich, dass unsere Gastgeberin nicht mit am Tisch sitzt, sondern auf dem Sofa und von dort am Gespräch teilnimmt.
Die Inneneinrichtung dieser Wohnung erinnert an das Furnier meiner Großeltern, und ich fühle mich fast heimisch. Einscheibenverglasung bei den Fenstern ist ein Anblick, der mir lange nicht mehr vorgekommen ist. Wir überreichen unsere Mitbringsel und erfahren von dem Garten mit der einfachen Hütte in den Bergen, die Obst, Gemüse und jede Menge Walnüsse produzieren. Dort kommen diese beiden alten Damen nur mit dem Pferdefuhrwerk und zu Fuß hin.
Unsere Gastgeberin war bestimmt über siebzig und strahlte eine solche Wärme und Liebe aus. Wir sangen ihr unser Lied und verabschiedeten uns. Ich war froh, dass die armen Menschen in Rumänien doch noch Hoffnung haben.
Zum Schluss noch eine kurze Episode von meinem letzten Tag.
Die Karpaten sind nicht weit von Sibiu und ich freute mich, dass ich trotz starken Schneefalls dort noch eine mehr-stündige Wanderung erleben durfte. Nach einigen Recherchen und Unterstützung von Einheimischen machte ich mich auf den Weg und genoss die Bergluft, die Wälder, Dörfer und weiten Blicke.
Ich durchstreifte kleine Bergdörfer und ihre Kirchen, die den Innenraum mit Holzöfen wärmten. Ich sprach und lachte mit Hirten, dessen Hirtenhunde arge Bedenken vor mir hatten und wegliefen. Ein Autofahrer winkte mich auf einem Nebenweg heran und nahm mich ungefragt mit bis an die nächste Weggabelung.
Ein Bahnhofsangesteller und Schrankenwärter in Selimbar unterhielt sich mit mir in altem, gebrochenen Deutsch und sprach von der Korruption, unter der in diesem Land viele Einwohner leiden. Es ist genug da für alle, nicht nur für wenige Nimmersatte.
Er fuhr mit seinem Moped 20 Minuten zu seiner Arbeit und verbrachte dort in 12 Stundenschichten mit 2 weiteren Kollegen im Wechsel seine Zeit. Er wohnte in einem Einraumhaus mit seiner Frau zusammen. Die Kinder konnten studieren und er war sichtlich stolz auf sie. Sein Laster, das Rauchen störte ihn arg, er war heute noch nicht in der Lage, einfach aufzuhören. So sagte er mir.
Es waren schöne und offene Begegnungen in dieser Woche mit den Menschen in Rumänien. So konnte ich meine alte Schublade der Vorurteile nochmals öffnen und ausräumen.
Mein persönliches Fazit dieser Reise: Es ist gut und richtig, dass wir bei diesen Menschen präsent sind, für die Rumänen und auch für uns. Das „Haus der Hoffnung“ ist wie eine Insel der Rettung für den benachteiligten und vergessenen Menschen in diesen Land.
Das dieses Projekt Wirklichkeit werden konnte, ist schon ein Wunder. Das aber ist eine andere Geschichte.
Einen Gruß aus dem Bergischen Land
Stefan Höne

 

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