Oktober2011

Liebe Freunde und Mitstreiter,

mit großer Freude schicke ich Euch den Bericht von Andreas, der mitverantwortlich für die Kinderfreizeit im August war.

Vor einem Jahr konnten wir hier von unserer Reise nach Rumänien berichten, viele schöne Begegnungen und Erlebnisse gab es und unsere Hoffnung, dass wir in Kontakt bleiben und einen ähnlichen Einsatz wiederholen, weil die Kinder und alle neuen Freunde uns ganz wichtig wurden und in unseren Herzen sind.

Da dies unser gemeinsames Anliegen war, begannen wir Anfang 2011 mit den Überlegungen für die Freizeit im Sommer. Es gab viel zu bedenken, die Ticketpreise waren deutlich höher, wer wird wieder im Team sein, wann wollen wir fahren und was wollen wir machen? Nach Rücksprache mit Mimi Barlea und ihren Kindern in Schwabach, sowie Anfragen an Edith und Ehrhart Weider  fassten wir den Entschluss, auch 2011 wieder nach Rumänien zu fahren. Unser Team traf sich nun oft zu Vorbereitungen, dies waren immer sehr lustige Treffen und alle Arbeiten wurden gut verteilt. So stand ein komplettes Freizeitprogramm, alle Materialien, Geschenke und Spielsachen wurden verpackt. Unsere lieben Freunde Edith und Ehrhart holten alle Pakete für die Freizeit bei uns ab und fuhren mit Bus und Anhänger nach Selimbar. Wir konnten 2 Tage später (am 18.8.) mit dem Flugzeug von Stuttgart über Wien nach Sibiu fliegen und los ging diese spannende Reise für unsere Gruppe – 6 Erwachsene, 1 Jugendlicher und 2 Kinder.

Die geplante Kinderfreizeit fand wieder im Freizeitgelände „Valea Moasei“ in den Karpaten statt. Diesmal war unser Team einen Tag vor Freizeitbeginn in Selimbar, wir wurden am Anreisetag herzlich von Weiders und den Hauseltern in Selimbar – Lenuta und Nicu – begrüßt. Nach dem Abendessen besuchten wir die älteren Bewohner im Pflege-  / Seniorenheim – Ehrhart sprach zu den Bewohnern und wir sangen ein Lied zur Begrüßung. Am nächsten Tag gingen wir noch einmal unser Programm durch, übten die rumänischen Kinderlieder und dann ging es ins Freizeitlager, am Nachmittag gab es die erste Überraschung, statt geplanter 40 – 50 Kinder, kamen fast 70 Kinder zur Freizeit. Wie wird dies nur werden, schaffen wir dies? Ist genügend Platz für so viele Kinder vorhanden?

Aber wir konnten in den folgenden Tagen erleben, dass Gott uns stärkt und alles richtig macht, dass ER alles überschaut und Ideen schenkt. So hatte Paul vorher die Idee einen Verstärker und Mikrofone zu besorgen, diese Technik war bei so vielen Kindern einfach genial.

Etwa 35 Kinder kamen aus dem kleinen Dorf Rosia, die restlichen Kinder aus Sibiu, Cisnadie und Cristian. Auch einige Kinder von der Freizeit 2010 konnten wir wiedersehen, dies freute uns ganz besonders. Zu unserer Überraschung gelang es Mimi Barlea alle Kinder unterzubringen, in einem Bett schliefen 2 Kinder, der Speiseraum war echt überfüllt und im Gottesdienstraum war es auch immer mächtig eng, aber auch dies war im Verlauf der Woche kein Problem, für die Kinder sowieso nicht.

 

Lieber Freund des Hauses Hoffnung,

es ist wieder Zeit, Euch auf den neuesten Stand des Hauses Hoffnung zu bringen. Danke für eure Unterstützung (Finanzen und Gebete) und Interesse an diesem Dienst. Ich arbeite an meinem Masters und das hat mich in den USA 3 Monate beschäftigt gehalten, seit ich euch das letzte Mal geschrieben habe. Ich war in Rumänien von Mitte März bis Mitte Juni. Jetzt bin ich wieder in den USA (für 5 Wochen), um einen nächsten Kurs in meinem Studienprogramm zu absolvieren. Ich werde am 18.07. nach Rumänien zurückkehren. Während ich in den Staaten war, gab es einige Änderungen im Programm. 3 der Mädchen, die dort für ein paar Jahre waren, entschieden, daß sie bereit wären, das Haus der Hoffnung zu verlassen.  3 andere Mädchen zogen auch in ein Apartment mit der Hilfe des Direktors des Heims. Der Plan, Apartmetns für die Mädchen zu bauen, klappte nicht, da das Land, das sie hofften, kaufen zu können, nicht verkauft werden konnte, da der Besitzer unzulässige Dokumente hatte.  2 Mädchen bleiben übrig von der Gruppe des Hauses diese Zeit letztes Jar. Alle 6 Mädchen, die gingen, arbeiten in denselben Jobs, und 4 von ihnen kommen weiterhin in die Gemeinde.

Im Frühjahr waren nur 4 Mädchen im Haus. Ich schrieb euch über Alina, die die christliche Realshule in Sibiu besucht. Ihr Ort hat keine Realschule und sie würde die Kuh der Famile hüten, wenn sie zu Hause wäre . Sie wird ein Realschüler(abgänger?) im September sein und ist eine der besten Schüler in ihrer Klasse. Alina hofft , eine Tierärtzin zu werden, wenn sie mit Schule fertig ist. Ana war in dem Heim für fast 5 J., aber wird bleiben und weiter in ihrem Job arbeiten. Sie hat eine Krankheit, die teure Medizin erfordert, so daß sie in naher Zukunft nicht auf eigenen Füßten stehen kann. Die beiden anderen Mädchen, Anca und Estera, leben auch in dem Heim, um Realschule zu machen. Beide kommen von kleinen Dörfen und vollendeten ihr Anfängerjahr im Juni. Wenn die Schule wieder anfängt, gibt es mindestens 3 andere Mädchen, die möglicherweise ins Haus Hoffnung kommen. Vor ein paar Jahren haben wir diesen Trend nicht vorhergesehen, aber viele von den Überweisungen von Waisenhäusern scheinen Mädchen zu sein, die mentale Probleme haben, denen wir nicht helfen können. Leider wollen viele der Mädchen von den Waisenhäusern nicht an einem Ort lebenm, wo sie nicht rauchen und trinken können oder außerhalb des Gebäudes sich nachts mit ihren Freunden treffen können. Die Direktoren haben die Nötigkeite erkannt, einen Ort bereitzsutelllen, wo Mädchen eine Ausbildung bekommen können, die ihre Leben fürimmer verändert. Viele der Mädchen habe schwierige Situationen zu Hause, schlimmer als Waisenhäuser. Diese Mädchen scheinen dankbar für diese Chance zu sein und auch offen für geistlichen Input.

Die Baufirma mietete weiterhin Platz in dem Gebäude bis Ende Mai, was sehr half, die Unkosten zu reduzieren. Die Firma renovierte den Bereich, den sie bewohnte, wie versprochen. Im Frühling entschieden die Direktoren, einen Teil des Gebäudes für ältere Bewohner zu nutzen. Diejenigen, die kommen, zahlen für ihre Betreuung, und das wird einen Teil der Kosten tragen, die entstehen, daß die Mädchen weiter beherbergt werden. Sie sind in einem separaten Bereich des Gebäudes untergebracht, aber die Mädchen habe bereits begonnen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen und genießen das sehr. Viele der Alten sind ambulant da. Viele sind nicht gläubig, aber einige haben angefangen, zur Gemeinde zu kommen und haben auch eine Andachtszeit. Sie genießen den Frieden und die Ruhe in diesem Setting. Das gespendete Geld für das Haus Hoffnung wird nicht für dieses Programm verwendet. Es wird weiterhin für die Mädchen und ihre Bedürftigkeiten verwendet.

Das Essen, das im Heim zubereitet wird, wird zwischen den Mädchen und den alten Bewohnern geteilt. Meist ist Essen übrig, und dies wird für einen anderen Dienst verwendet. Zur Zeit sind da 2 arme Familien, die davon profitieren und die Kinder auf den Bildern unten. Der Junge links hat keinen Vater. Seine Mutter ist behindert und kann nicht arbeiten. Die 3 Kinder unten leben bei ihrer Großmutter. Sie haben keinen VAter, und ihre Mutter hat sie verlassen.

Spenden, die vergangenes Jahr eingingen, wurden genommen, um die Mädchen mit einem Computer und Internet-Service für ihren Schulbedarf zu versorgen sowie Küchenmöbel, Springbrunnen und Bänke für den Innenhof und Linoleium. Eine Anzahlung wurde für einen kleinen Lieferwagen gemacht. Einige Arbeiten am Gebäude wurden endlich gemacht, die noch nicht fertiggestellt werden konnten, als es gebaut wurde, besonders Abdämmung/Abdichtung und das fertigzementieren auf den Böden. Das Fundament brauchte eine 1 m hohe Borte / Einfassung, um vor Wasserleck im Keller dicht zu sein.

Noch einmal vielen Dank an Euch, ein Teil dieses Dienstes zu sein. Es wird weiterhin Mädchen geholfen und Reich Gottes gebaut. Wie immer, wenn der HERR es führt, können Spenden gesendet werden an:  Greater Europe Mission, P.O. Box 1669, Monument, CO 80132

ausgewiesen für das Haus Hoffnung. Wenn ihr Fragen oder Kommentare habt, fühlt euch frei, mich unter der eMail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. zu kontaktieren.
Möge der HERR jeden einzelnen von Euch segnen.

In Seinem Dienst, Bev

im Dezember 2011

Liebe Freunde,

und wieder liegt ein Jahr mit seinen Höhen und Tiefen hinter uns. Manche einschneidenden Maßnahmen die wir mit großem Herzklopfen und anfänglichen Zweifeln treffen mussten, haben sich als sinnvoll und richtig erwiesen. Darüber dürfen wir sehr dankbar sein. Gott lässt seine Helfer nicht im Stich !

Es ist einfach schön mitzuerleben, wie die beiden Gruppen immer mehr zusammen wachsen. Die Mädchen mit den Senioren zusammen singen, spielen, spazieren gehen, ihnen beim Essen helfen. Einfach beeindruckend die Harmonie zwischen den alten und den jungen Menschen  zu sehen.

Am 28. Oktober wurde der Geburtstag eines 100 jährigen gefeiert (ich habe ihn bei meinem letzten Aufenthalt kennen gelernt, konnte mich mit ihm ein wenig auf Deutsch unterhalten). Neben seinen Angehörigen, waren auch das Fernsehen und die Presse da. Alle sollen sehr beeindruck gewesen sein von dem schönen Heim mit dem christlichen Personal.

Über Geanina hatte ich ja schon ein wenig berichtet. Ihre Mutter wuchs im Kinderheim auf und heiratete, ihren Geaninas jetzigen Vater, der schon eigene Kinder hatte. Er arbeitete in Spanien, kam dann zurück und kaufte ein Haus in Rosia. Er ging dann wieder nach Spanien um dort zu arbeiten und wurde dort in einer Notoperation am Rücken operiert, seitdem ist er arbeitsunfähig. Da er keine rumänische Lohnsteuerkarte hat bekommt er auch keine Rente. Seine Frau, Geaninas Mutter, ist mit einem anderen Mann verschwunden und hat die 5 Kinder allein gelassen.

Bisher wurden die Kinder von uns unterstützt und wir sind nun am überlegen zwei der Kinder, ein 9jähriges Mädchen und ein 12 jährigen Jungen,  in unser Haus aufnehmen und sie von hier zur Schule zu schicken. Hier wären sie auch besser versorgt mit allem was sie benötigen. Wir haben mit dem Vater gesprochen und ihm zugesagt, dass er weiterhin das Kindergeld für sich behalten kann. Wir möchten nur dass die Kinder nicht mehr alleine und hungrig auf der Straße sind. Nun warten wir auf die Zusage vom Vater.

Geanina ist sehr traurig und weint sehr viel. Sie hat sich inzwischen verlobt und möchte im September kommenden Jahres heiraten. Jetzt sind die Eltern ihres Freundes sehr unsicher ob der Hochzeit noch zustimmen sollen. Alle machen ihr Mut und beten viel für sie. Mimi und Cornel haben ihr gesagt, sie soll ihr ganzes Geld sparen und für die Hochzeit und für die Hochzeit sorgen sie.

Alle anderen Mädchen geht es gut, sie besuchen die Schule und die Lehrer sind sehr zufrieden mit ihren Leistungen.

Eine gesegnete und friedvolle Advents- und Weihnachtszeit wünscht von ganzem Herzen, Euer Ehrhart

Zwei kleine besinnliche Weihnachtsgeschichten

Geburtstag und Weihnachten

Er heißt Philip, der blauäugige Junge mit den gekräuselten, blonden Haaren. Der Siebenjährige ist aufgeregt, denn bald ist Weihnachten und zwei Tage vor dem Fest hat er Geburtstag.

In der Woche davor hat Philip einen seltsamen Traum:

Er träumt, wie er Hunderte von Einladungen verschickt. Seine Freunde freuen sich und tuscheln hinter seinem Rücken miteinander. Sie denken sich wunderbare Geschenke für seinen Geburtstag aus. Seine Mutter und seine Schwester fangen schon lange vorher an, Berge von Kuchen zu backen. Das Haus, in dem Philip wohnt, wächst in seinem Traum zu einem Schloss und in jedem Raum stehen abgedeckte Platten voll von köstlichem Gebäck.

Dann, endlich kommt sein Festtag. Philip ist voller Vorfreude! Die Gäste strömen in Scharen herbei. Philip geht in die Empfangshalle seines Traum-Schlosses, um sie zu begrüßen. Aber was ist das? Niemand beachtet ihn. Seine Freunde gehen an ihm vorbei, als wäre er unsichtbar, schütteln sich herzlich die Hände und tauschen wunderschöne Geschenke aus - lauter Sachen, die sich Philip schon so lange Wünscht. Nach und nach schlendern alle in den festlich geschmückten Ballsaal. Philip steht immer noch in der Empfangshalle, um auf die letzten Gäste zu warten. Irgendjemand muss ihn doch entdecken und beglückwünschen.

Aber es kommt niemand mehr. Und dann wird sein Traum zum richtigen Albtraum: Als die Festgesellschaft verschwunden ist, fällt die große Tür zu - und Philip steht draußen. Er klopft an die Tür und ruft: "Lasst mich rein, das ist mein Geburtstag!" Doch niemand hört ihn. Seine Freunde machen einen solchen Lärm, dass sie ihn nicht bemerken. Philip weint verzweifelt und hämmert weiter an die Tür. Umsonst.

"Philip, was ist denn los?" fragt sein Vater behutsam und streichelt über die Stirn seines Sohnes. Davon wacht Philip auf und sieht ihn mit verweinten Augen an. "Du musst ja etwas Fürchterliches geträumt haben. Schon seit zwei Minuten schlägst du wie wild auf deine Bettdecke und rufst: "Lasst mich rein, lasst mich rein!"

Philip laufen immer noch Tränen übers Gesicht. Schluchzend erzählt er von dem Traum. Papa beruhigt ihn:

"So wird es bei deinem Geburtstag bestimmt nicht sein. Wir werden ihn zusammen mit dir feiern. Wir alle. Dein Traum hat nichts mit dir zu tun, eher mit Jesus", fügt er nachdenklich hinzu. "Mit Jesus?" fragt Philip verwundert.

"Ja, denn viele Leute feiern Weihnachten, aber übersehen dabei das Geburtstagskind Jesus ganz und gar. Wie in deinem Traum. Doch wir werden es anders machen. Wir  werden uns darüber freuen, dass er geboren ist. Wir werden Weihnachten als Geburtstags von Jesus gestalten. Wir werden uns Zeit nehmen, ihn mit Liedern zu ehren und die Geschichte seiner Geburt in der Bibel lesen. Wir werden unsere Herzenstüre weit aufmachen, damit er nicht draußen stehen bleiben muss."

Philip ist beruhigt. Jetzt freut er sich auf seinen Geburtstag und auf Weihnachten. Beide Feste werden schön werden. Jesus soll nicht vor verschlossener Tür stehen, sondern an Weihnachten die Hauptperson sein.                                                                          (Cornelia Mack)

Der Engel und das Kind

Als die himmlischen Heerscharen zur Feier der Heiligen Nacht nach Betlehem flogen, hatte sich ein Engel verspätet. Hastig machte er sich auf, um noch rechtzeitig zum Gotteslob zu kommen. Er verlor jedoch die Richtung und landete nicht in Betlehem, sondern einige Ortschaf­ten weiter. Dort waren die Leute gerade dabei, einen Mann mit Stein­würfen zu vertreiben, weil er aussätzig geworden war und weil sie fürchteten, von ihm angesteckt zu werden. Der Engel hörte gerade noch, wie dieser Mensch verzweifelt nach Gott rief. Er sah die Frau und die Kinder weinen, weil sie nicht wussten, wer jetzt für sie sorgen würde und wie sie satt werden sollten.

Als der Engel dem Mann folgen wollte, hörte er neues Geschrei. Er erblickte Soldaten, die ein zehnjähriges Kind mit sich schleppten. Es sollte als Schuldsklave verpfändet werden, weil die Eltern nach zwei Missernten nichts mehr besaßen, um sich und die Familie zu ernähren.

Der Engel, so wird erzählt, wusste nicht, was mit ihm geschah. Aber er vergaß alles, was in ihm war, und fing einfach an zu helfen, zu heilen und zu trösten. Viele umdrängten ihn mit ihrer Not. Der Engel griff zu. Er tat, was er konnte. Vom Helfen wurde er ganz müde und grau im Gesicht.

Spät in der Nacht kam er doch noch nach Betlehem. Die himm­lischen Heerscharen waren verschwunden, der Glanz verblasst. Der Engel selbst war durch die Begegnung mit der menschlichen Not dun­kel geworden. So stand er vor der Krippe. Das Kind lag mit ausgebrei­teten Armen da. ,Wie ein Gekreuzigter', fuhr es dem Engel durch den Sinn. Dann erschrak er und dachte: ,Hat mich denn das, was ich an Leid und Bosheit erfuhr, so durcheinandergebracht, dass ich nur noch finstere Gedanken zu fassen vermag?' Da war ihm, als würde ihn das Kind anreden. „Du hast recht gesehen."

Der Engel erzitterte. Das Kind aber fuhr fort: „Du bist tief in das Geheimnis meiner Geburt eingedrungen. Ich bin gekommen, um die Leiden und die Schmerzen der Welt, um Schuld und Strafe auf mich zu nehmen. Doch das ist nicht alles."

In diesem Augenblick öffnete sich vor dem Engel der Stall von Betlehem. Er sah weit in die Ferne. Dort erhob sich ein Hügel mit drei Kreuzen, und es war sehr dunkel. Dann aber leuchtete ein Licht auf. Das war so hell, dass davon das Dunkel zerfloss. Auch die Kreuze wurden von ihm verschlungen. Der Engel wusste nicht, was ihm geschah, aber ihm wurde leicht ums Herz. Er hatte tatsächlich das Geheimnis der Weihnacht erfahren, dass es vom Geborenwerden in den Tod geht, dass hinter der Krippe das Kreuz steht und dass Gott dennoch stärker ist.

Als er sich ansah, entdeckte er, dass er nicht mehr finster war, son­dern angefangen hatte zu strahlen. So kam es, dass in jener Nacht ein einsamer Engel hell wie ein Stern in den Himmel zurückkehrte und zu sehr später Stunde noch eine Stimme sang: „Ehre sei Gott in der Höhe!"                                                                                                                                                                (Karl-Heinz Ronecker)

 

August 2011

Liebe Freunde und Mitstreiter,

mit viel Spannung und Neugier habe ich mich diesmal auf den Weg gemacht. Wie haben sich die Senioren      eingelebt? Wie ist das Zusammenleben unter Jung und Alt unter einem Dach? Der Weg führte diesmal auch wieder über Bad Neustadt, wo ich die Freizeit-Materialien der Hauskreisgruppe mitnahm. Auch in diesem Jahr werden sie wieder eine Woche für rumänische Kinder aus bedürftigen Familien eine Ferienmaßnahme durchführen. Sehr wohltuend war, kommend aus der „Kälte“, die „warme“ Begrüßung mit durchgehend 35 Grad Sonnenschein.

Liebe Freunde,

Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich. J.W.v.Goethe
ein sinnvoller Spruch, den der große Dichter Goethe formulierte, doch so leicht und einfach ist das Zusammenleben leider nun mal nicht. Man versucht mit allen Möglichkeiten zu helfen, investiert Zeit, Kraft und viel Zuwendung - oft über Jahre hinweg - und dann … alles umsonst? Schweren Herzens mussten wir mit ansehen, wie ein Teil der Mädchen, die ja schon 5 bis 7 Jahre betreut wurden, spontan das Haus verließen, den Arbeitsplatz aufgaben und ihr erspartes Geld teilweise mit Männern verjubelt und nichts mehr von uns wissen wollten. Doch umsonst? Ich meine, dies sollte nicht unsere Frage sein. Ich denke schon, dass das, was sie bei uns gelernt und erfahren haben, im Moment verschüttet ist, aber irgendwann werden sie zur Besinnung kommen und doch noch einen guten Weg finden. Auch das haben wir ja schon in der Vergangenheit erleben dürfen.

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