Liebe Freunde vom Haus der Hoffnung,

Es ist ein Segen euch wieder zu treffen, besonders in der Weihnachtszeit, wenn wir uns an die Geburt von Jesus Christus erinnern. Die Freude am Advent erfülle eure Herzen. In dieser Zeit lass uns neu unseren Blick auf Jesus richten.

Das letzte Mal, als ich schrieb dachte ich, dass 11 Mädchen in Herbst da sein würden. Es sind aber 12 geworden. Drei davon besuchen gerade die Universität und die restliche 9  ein christliches Gymnasium. Alina, die bei uns am längsten ist, besucht die Oberschule und plant schon ihre weitere Zukunft.

Alina brachte jemand aus der Nähe ihres früheren Heimatdorfes mit, welche ohne Elektrizität leben muss. Ein anderes Mädchen lebt mit ihren Großeltern und ein anderes hat einen Vater, der Alkoholiker ist. Vier von den Mädchen kommen von der gleichen Familie aus dem Dorf Dobarca. Insgesamt sind es acht Kinder in dieser Familie. Eine andere Familie, die in dem Dorf Garbova lebt hat 14 Kinder. Einige davon sind verheiratet. Diese zwei Großfamilien sind Christen und diese Mädchen sind ein gutes Vorbild für lohnende Arbeit. Ohne dieses Haus der Hoffnung wäre es ihnen nicht möglich gewesen eine Schule zu besuchen.

Aus finanziellen Gründen waren die Direktoren nicht sicher, ob sie die 3 Mädchen aus Garbova aufnehmen könnten. Die Mädchen hatten angeboten sich ausschließlich aus Kartoffeln und Wasser zu ernähren und ohne Heizung zurecht zu kommen, um die Kosten für da Haus der Hoffnung gering zu halten. Dies zeigt ihren starken Bereitschaft alles dafür zu tun, um in diesem Haus zu leben. Natürlich würden wir diese Art der Situation nicht ihnen zumuten. Die zwei Großfamilien von diesem Mädchen kamen im Sommer, um bei den Renovierungen und Streicharbeiten am Haus der Hoffnung zu helfen. The Mutter von Garbova backt öfters Kuchen für die Senioren und für die Mädchens in dem Haus. Abends treffen sich oft die Mädchen zum Lobpreis und Gebet.

Jedem Mädchen wurde ein Senior zugeteilt, den sie regelmäßig besuchen, um zu beten und die Bibel zu lesen. Sie putzen freiwillig der erste Stockwerk, wo sie wohnen. Als vor kurzem es schneite, bauten die Mädchen einen Schneemann, damit die Senioren sich darüber erfreuen können. Zur Zeit leben ungefähr 40 Senioren in dem Haus.

Eine Sorge sind die Bezahlung der Heizungskosten für diesen Jahr.

In den letzten 4 Jahren haben Straßenbauarbeiter im Teil des Hauses gelebt. Sie hatten die Kosten für Heizung und Elektrizität übernommen und im Gegenzug durften sie in dem Haus wohnen. Am Anfang des Sommers 2012 verließ der letzte Arbeiter das Haus. Wir beten für einen milden Winter.

Die Schulden für den Fahrstuhl, von der ich im letzten Brief schrieb, wurde zum einem Drittel bezahlt. Wir danken Gott für eure Großzügige Unterstützung.

Ich wünsche euch und eurer Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest, Gesundheit und ein schönes neues Jahr. Gott segne euch.

                                                                     Wir können keine großen Dinge tun –

                                                                    Nur kleine, aber die mit großer Liebe.

                                                                                                                                                             Mutter Teresa

Liebe Freunde,

ich bin immer wieder freudig erstaunt und unendlich dankbar, dass trotz zunehmender wirtschaftlichen und finanziellen Unsicherheiten, wir gemeinsamunseren diakonisch-missionarischen Dienst tun können. Euch allen immer wieder ganz herzlichen Dank.

Inzwischen leben 12 Mädchen im Haus. Dazu wurden für sie im Erdgeschoß (re. Seite des Hauses) die Zimmer entsprechend umgebaut und hergerichtet. Dazu ist auch für sie eine kleine Küche eingebaut worden, damit sie sich selber schnell mal etwas zubereiten können.

           Carmen B.
         Tabita S.

Als neue Mädchen sind Carmen, Tabita und Madalina aufgenommen.

Carmen kommt aus einem Dorf wo es heute noch keine Elektrizität gibt. Ihre Familie ist sehr arm. Jetzt geht sie in die 9. Klasse der christl. Schule, die ja zur Baptistengemeinde Bethania in Sibiu gehört. Tabita kommt aus Rosia, hat noch 2 Geschwister und der Vater ist Alkoholiker. Auch sie geht in dieselbe Schule.

Die 3 Schwestern aus Girbova, die aus einer Familie mit 16 Kinder kommen,  leben jetzt im Haus.  2 von ihnen gehen noch zur  Bethania-Schule und eine von ihnen studiert  inzwischen .

 
          Magdalena S.                Maria S.            Rebeca S.

Jetzt ist Madalina im Haus zusammen mit ihren 3 Schwestern. Sie geht jetzt auf die Universität und studiert Ingenieurwissenschaft.

Wir sind sehr dankbar, dass alle Mädchen fleißig lernen und sehr brav sind. Freuen tun wir uns auch darüber, dass sich jedes Mädchen 2 Senioren ausgewählt haben, mit denen sie Gemeinschaft haben und auch gemeinsam in der Bibel lesen. Einige von ihnen können sehr gut singen und jeden Abend gestalten sie eine Art kleinen Gottesdienst mit den Senioren. Es ist endlich auch einmal schön, dass Lenutza, Nicu. Mimi und Cornel  etwas ruhigere  Zeiten haben.

        Madalina B.             Mirela B.            Simona B.

Nun wünsche ich Euch allen eine ruhige und besinnliche Adventszeit, gesegnete Weihnachten und ein behütetes Neue Jahr.

Euer Ehrhart Weider

Das schönste Weihnachtsgeschenk

Wir schenken zu Weihnachten oft nur äußere Dinge. Aber anrühren kann nur, was von innen kommt. Zeit haben für die Allernächsten gehört dazu.

Ein kalter Wind fegte durch die Straßen und Gassen von Altenhof und ließ hier und da den spärlichen Schnee aufwirbeln. Die heftigsten Böen verfingen sich in den goldenen Weihnachtsgirlanden, die den kleinen Marktplatz überspannten, und zerrten und zurrten an ihnen. Es war später Nachmittag an Heiligabend und es dämmerte bereits. Die weni­gen Menschen, die jetzt noch unterwegs waren, beeilten sich, nach Hause zu kommen.

Überall erleuchtete warmes Licht die Fenster. Auch aus der Poli­zeiwache am Marktplatz fiel ein Lichtschein auf die Straße. Verbrecher und Straftäter nahmen auf Weihnachten keine Rücksicht; so war die Dienstsstelle auch heute besetzt.

Drinnen saßen zwei Polizisten, stumm über Akten gebeugt. Plötz­lich durchbrach das schrille Klingeln des Telefons die Stille. Wacht­meister Fritz Langer nahm den Hörer ab. „Polizeidienststelle Alten­hof, guten Abend. Wer spricht bitte?" Einen Moment lauschte er in den Hörer. „Ja, ich komme sofort", erwiderte er und legte den Hörer auf. „Das war die Tankstelle unten an der Ausfallstraße. Die haben einen Jungen beim Diebstahl von Coladosen geschnappt. Ich fahr hin und hol das Bürschchen her."

Oberwachtmeister Hermann Stöcker nickte. Es geschieht immer häufiger, dass junge Leute etwas aus Läden mitgehen lassen. Unver­ständlicherweise ist Ladendiebstahl in deren Köpfen ein Kavaliers­delikt.

Eine halbe Stunde später war Langer wieder da. Mit einem ver­legenen Gesicht zog er einen halbwüchsigen Jungen hinter sich her. Als die beiden ins Licht traten, blieb Stöcker fast das Herz stehen.

„Du?", fragte er völlig fassungslos und trat einen Schritt zurück. „Du?", rief er nochmals, diesmal lauter. Vor ihm stand sein eigener Sohn Ralf. Stöcker ließ sich auf seinen Stuhl fallen. Kollege Langer zog sich diskret in einen Nebenraum zurück. Das sollten die beiden unter sich ausmachen. Eine Ewigkeit sahen sich Vater und Sohn stumm an: der Junge mit einem hochmütigen Blick, als freue er sich an dieser unerhörten Situation; der Alte mit ungläubigem Entsetzen. Dann räus­perte sich Stöcker: „Warum hast du ..., ich meine, wieso?"

„Ich hatte Durst." „Wir haben genug zu trinken zu Hause."

„Aber keine Cola." „Cola ist ungesund."

„Ich hatte Durst auf etwas Ungesundes."

„Und dann gehst du einfach in die Tankstelle, stiehlst die Dosen und findest das wohl noch richtig, was?"

„Es war die einzige Gelegenheit, einen Termin bei dir zu bekom­men."

„Was soll das heißen, einen Termin? Ich bin dein Vater. Wenn du etwas zu sagen hast, dann sag es mir zu Hause."

„Das kann ich leider nicht. Du bist nie da. Du schiebst hier deinen Dienst, machst laufend Überstunden, kommst jeden Tag erst nach Hause, wenn ich schon im Bett liege. Selbst heute, am Heiligabend, sitzt du hier. Du hast mehr Zeit für deine Verbrecher als für mich."Der hochmütige Ausdruck auf Ralfs Gesicht verflog und darunter erschien ein verletztes Kindergesicht. Den Tränen nahe, fügte er noch hinzu: „Ich bin dir doch völlig egal."

deinen Dienst, machst laufend Überstunden, kommst jeden Tag erst nach Hause, wenn ich schon im Bett liege. Selbst heute, am Heiligabend, sitzt du hier. Du hast mehr Zeit für deine Verbrecher als für mich."Der hochmütige Ausdruck auf Ralfs Gesicht verflog und darunter erschien ein verletztes Kindergesicht. Den Tränen nahe, fügte er noch hinzu: „Ich bin dir doch völlig egal."

Stöcker war wie vom Donner gerührt. Er versuchte, die Hand sei­nes Sohnes zu ergreifen, aber Ralf zog sie wie elektrisiert zurück. „Aber Junge, das stimmt doch nicht! Du bist mir doch nicht egal! Aber ich muss hier meine Pflicht erfüllen. Die Pflichterfüllung ist ein wichtiger Bestandteil unseres ..."

„Hör auf zu predigen, Vater. Ich bin keiner deiner Untergebenen. Ich kann das Wort Pflichterfüllung nicht mehr hören. Wie steht es denn dann mit der Pflicht des Vaters dem Sohn gegenüber - der Pflicht, für den Sohn da zu sein?"

„Es ist doch keine Pflicht für mich, Vater zu sein."

„Doch, eine lästige sogar. Warum sonst ist es dir völlig gleich, was ich tue?"

Bleischwer legte sich wieder Stille über die beiden. Ralfs Worte hat­ten Stöcker bis ins Mark getroffen. Machte er wirklich diesen Eindruck auf seinen Sohn? Je mehr er über Ralfs Worte nachdachte, umso mehr musste er ihm recht geben.

Als vor drei Jahren seine Frau gestorben war, hatte sich Stöcker vor lauter Gram in die Arbeit gestürzt und dabei Ralf vernachlässigt.

Vor lauter Selbstmitleid hatte er vergessen, dass nicht nur er, Stöcker, seine Liebe verloren hatte, sondern Ralf auch die Mutter. Stöcker stand auf und holte seinen Mantel.

Vor lauter Selbstmitleid hatte er vergessen, dass nicht nur er, Stöcker, seine Liebe verloren hatte, sondern Ralf auch die Mutter. Stöcker stand auf und holte seinen Mantel.

„Fritz", rief er seinem Kollegen zu, „ich gehe jetzt nach Hause. Weihnachten feiern mit meinem Sohn!" Dann drehte er sich zu seinem Jungen: „Vorausgesetzt, du möchtest mit mir Weihnachten feiern." Die Augen des Jungen glänzten auf. „Ja, das möchte ich."

Sie traten beide auf die dunkle Straße. Als Stöcker diesmal nach der Hand seines Sohnes griff, zog er sie nicht weg. Zu Hause schmück­ten sie den Weihnachtsbaum und zündeten die Kerzen an. Dann fingen sie an zu reden. Stöcker erzählte von sich, und Ralf sprach über sein Leben. Sie sprachen bis tief in die Nacht hinein. Als alles gesagt war, nahm Stöcker Ralf in den Arm und sagte: „Ich verspreche dir, dass alles anders wird. Ich bin froh, dass du mir die Augen geöffnet hast. Die Vergangenheit ist vergangen. Wir schauen jetzt in die Zukunft. Ver­sprich du mir aber, nie wieder so einen Unsinn zu machen."

Das versprach Ralf seinem Vater gerne. Und Stöcker wusste, dass sein Sohn ihm trotz allem das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht hatte.

Beate Fleck

 

Lichter gibt es im Advent mehr als genug: Stimmungsvoll, edel, romantisch – eines schöner als das andere.

Doch erst wenn Gottes Licht und seine Liebe unser Herz berühren, beginnt es auch in uns Weihnachten zu werden.

Wenn wir spüren, oder auch nur ahnen, dass Jesus Christus uns ganz nahe ist, dass er uns hört, wenn wir zu ihm beten und er uns in jeder Dunkelheit zur Seite steht, dann geht uns tatsächlich ein Licht auf.

Ein Licht, das unser Leben verändert. Ein Licht, das uns schon hier auf Erden den Himmel näher bringt.

 

Oktober 2012

Liebe Freude des Hauses der Hoffnung,

viele Grüße an euch, die ihr soviel Interesse an unserer Arbeit im Haus der Hoffnung gezeigt habt. Vielen Dank an alle von euch, die uns finanziell und im Gebet unterstützt haben und diese Briefe lesen. Unsere Arbeit entwickelt sich weiter und ich bin glücklich, euch mit diesem Brief weiterhin informieren zu dürfen, auch wenn es einige Zeit her ist, dass ich geschrieben habe.

Während des letzten Schuljahres lebten ganze zehn Mädchen in unserem Haus. Die zwei Mädchen, die bereits arbeiten, haben entschieden, dass sie soweit sind, auszuziehen. Eines dieser beiden Mädchen hatte länger als die gewöhnlichen sechs Jahre bei uns gewöhnt, weil sie aufgrund einer Krankheit auf teure Medikamente angewiesen war. Sie ist im März ausgezogen, nachdem Tests gezeigt haben, dass es ihr schon sehr viel besser geht und sie die Behandlung nicht mehr benötigt. In den letzten drei Monaten des Schuljahres haben sieben Mädchen im Haus der Hoffnung gewohnt. Sie sind rechts auf dem Foto, während eines Essens in meiner Wohnung in Sibiu zu sehen. Wir haben Brownies gegessen und die Mädchen haben jeder nicht nur einen verschlungen! Vier der Mädchen sind Schwestern einer großen Familie, die in einem Dorf 30 Meilen entfernt von Sibiu lebt. Die Familie konnte es sich lediglich leisten, eine der Töchter zur weiterführenden Schule zu schicken, da sie ja auch noch die Miete für eine kleine Wohnung in der Stadt bezahlen müssen. Das Leben im Haus der Hoffnung ermöglicht es nun allen vier Mädchen, weiter zur Schule zu gehen. Sie sind alle gute Schülerinnen. Eine geht bereits zur Universität, die anderen noch zur weiterführenden Schule. Die vier Mädchen haben geplant, im Herbst wieder zu kommen, wie auch die anderen Mädchen im Bild. Noch weitere vier Mädchen möchten ebenfalls kommen, sodass demnächst wahrscheinlich elf Mädchen im Haus der Hoffnung wohnen werden. Die größte Zahl, die wir jemals hatten! Gerade bin ich in den Staaten. Als ich Rumänien Anfang September verlassen habe, hatte das Schuljahr noch nicht begonnen. Ich werde also erst, wenn ich im Oktober zurückkehre, sehen, ob es allen Mädchen möglich war, zu kommen.

Die Arbeit mit den Senioren geht mit 40 Bewohnen im Gebäude weiter. Es gibt einen Arzt, der regelmäßig Patientenbesuche macht, und auch Krankenschwestern, die hier arbeiten. Durch Mundpropaganda und eine Website ist unser christliches Haus als Heim für Senioren bekannt geworden. Unser Haus ist die erste Generation von Einrichtungen dieser Art in Rumänien und die Familien leben nicht mehr mit ihren älteren Verwandten zusammen, wie es früher üblich war. Die Schwiegertochter eines Mannes wollte diesen nicht mehr in ihrem Haus haben, obwohl der Mann ein eigenes Zimmer hatte und ursprünglich das Haus dem Paar von ihm selbst zur Verfügung gestellt worden war, wenn sie sich um ihn kümmern würden. Und es gibt viele Geschichten wie diese. Die Mädchen verbringen nach wie vor einen Nachmittag in der Woche mit den Älteren, was beide Altersgruppen genießen.

Aufgrund von gesetzlichen Anforderungen (obwohl es sich bei unserem Haus um ein privates handelt) musste in diesem Jahr im Haus der Hoffnung ein Fahrstuhl installiert werden. Eigentlich hatte es geheißen, dass es reichen würde, diesen im nächsten Jahr einzubauen. Der Fahrstuhl wurde an der Seite des Gebäudes angebracht und die Bauarbeiten dauerten von Mai bis August. Ein Drittel der Kosten (insgesamt über 30.000 Dollar) musste gezahlt werden, der Rest wird über ein Darlehen finanziert, dass ein amerikanischer Freund gegeben hat. Das Darlehen muss abbezahlt werden und momentan haben wir ein Viertel des entsprechenden Geldes. Bitte betet, dass es uns möglich sein wird, auch den Rest innerhalb der nächsten Monate zurückzuzahlen. Er ist eine große Hilfe für alle, die die Treppen nicht mehr herauf und herunter gehen können. Mit dem Fahrstuhl konnten die meisten im Sommer in den Innenhof, um frische Luft zu schnappen. Auf dem zweiten Foto kann man sehen, dass sich die Türen des Fahrstuhles neben den Außentüren des Gebäudes befinden, sodass man nach draußen gehen muss, um ihn zu benutzen. Diese Konstellation ist aber deutlich günstiger als einen Fahrstuhl innen im Gebäude bauen zu lassen.

Alle Verantwortlichen des Hauses tun das ihnen Mögliche, um für genügend Essen für das Haus der Hoffnung zu sorgen. Obwohl es ein heißer und trockener Sommer war hat der Garten dank der täglichen Bewässerung gegrünt und geblüht. Das wäre allerdings ohne den Brunnen, der mit eurer Hilfe vor ein paar Jahren gebaut wurde, nicht möglich gewesen. Die Gefriertruhen sind voll mit Gemüse und es wurde viel eingekocht. Diesen Sommer hat das Heim begonnen, Hühner aufzuziehen, bis sie groß genug waren, um geschlachtet zu werden. Es gibt auch vier Schweine, sodass genügend Fleisch zum Essen für den Winter da sein wird.

Ich stehe mit verschiedenen Mädchen in Kontakt, die in den letzten Jahren in unserem Haus ein- und aus gegangen sind. Die meisten von ihnen sind immer noch in der Gegend und arbeiten in den Berufen, die sie gelernt haben, während sie noch bei uns im Haus der Hoffnung wohnten. Manche von ihnen kommen auch immer noch zu den Gottesdiensten. Wir sind sehr dankbar dafür, dass sie erfolgreiche Mitglieder der Gesellschaft geworden sind. Wäre das Haus der Hoffnung nicht für sie da gewesen, wären die meisten von ihnen auf der Straße gelandet, manche von ihnen wären vielleicht sogar Opfer des Menschenhandels geworden. Danke für euren Anteil daran, diesen Mädchen eine Chance zu geben.

Wenn ihr für diese Arbeit einen Beitrag leisten möchtet, schreibt an Greater Europe Misson, P.O. Box 1669, Monument, CO 80132. Betreff ist das Haus der Hoffnung.

Vielen, vielen Dank für euren Beitrag zu dieser Arbeit. Wir schätzen das sehr!

Gott segne euch!

im Oktober 2012

Liebe Freunde,

gerne möchte ich Euch daran teilhaben lassen,  was mir der Neustädter Hauskreis über ihren Ferieneinsatz geschrieben haben, und damit ihren vorbildlichen Einsatz  würdigen.

Kinderfreizeit Rumänien 2012 / Tabera Cobana -  Valea Mosei

An dieser Stelle dürfen wir nun schon zum drittenmal von einer Kinderfreizeit in Rumänien berichten. Im August waren wir wieder in den Karpaten, im schönen Tabera Cobana und hatten mit 56 Kindern eine richtig gute Zeit.

2011 hatten wir den Kindern versprochen, dass wir wiederkommen und so begannen wir schon im Dezember 2011 die Planungen für diesen Sommer. Nachdem unser kleines Team auch wieder für die neue Freizeit zugesagt hatte (nur Jochen aus München konnte 2012 nicht mitfahren) buchten wir schnell unsere Flugtickets – die leider Jahr für Jahr teurer werden und konnten gemeinsam mit Ehrhart Weider und Mimi Barlea einen Freizeittermin Ende August festlegen.

Diese Vorplanungen sind immer sehr wichtig, die Jesus Geschichten werden herausgesucht, Kindergottesdienste vorbereitet, Spiele und die Bastelideen überlegt und dann vorbereitet. Das Freizeitprogramm ist immer zugleich das Tagesprogramm, es sind also viele Stunden auszufüllen und unser Wunsch dabei ist, dass die Kids immer ganz viel Freude an Allem haben und diese Ferienzeit genießen können.

Anfang August war alles fertig, die Kartons mit den Freizeitmaterial gepackt. Wir haben mit Edith und Ehrhart Weider zuverlässige Freunde, die unser gesamtes Material abgeholt und nach Rumänien gefahren haben – es waren immerhin wieder 20 große Kartons.

Im Vorfeld hatten wir diesmal einige Unterstützung von unserer Gemeinde, Hauskreis, Freunden, Arbeitskollegen und Vereinen – dies war für uns sehr ermutigend. Bastel- und Malzeug, Sport- und Badesachen wurden gespendet und wir konnten viele Dinge direkt vor Ort weitergeben.

Unser Team bestand aus 5 Erwachsenen, 2 Jugendlichen (17 und 20 J.) und 2 Kindern – jeder von uns hatte bestimmte Aufgaben übernommen (Musikteam, Technik, Kindergottesdienste, Sport, Spiele, Bastelnachmittage) und sich vorbereitet. Paul, unser Technikexperte hatte seinen Laptop, Beamer, Mischpult, Verstärker und Mikrofone dabei und dadurch gab es viele neue, spannende Elemente im Kinderprogramm (Lieder, Fotorückblicke, aktuelle Fotos und Bilder zu verschiedenen Geschichten).

Am 16.8. war es dann endlich soweit, von München aus ging unser Flug nach Sibiu. Am Flughafen gab es die erste Überraschung, man wollte unsere Gitarre nicht im Handgepäck zulassen (vorher wurde dies am Telefon anders bestätigt) und es gab (trotz Erklärungen, warum wir die Gitarre dringend brauchen) kein Einlenken von Seiten der Chefin der Fluglinie, die Zusatzkosten würden 200,00 € betragen. Eine Angestellte am Abfertigungsschalter hörte dies alles, betete für uns und ermutigte uns, dies auch zu tun, weil bei Gott nichts unmöglich ist. Nach einigen Minuten kam die Chefin, sie hatte mit dem Piloten gesprochen und man würde eine Ausnahme machen. Die Gitarre und unsere Sitztrommel reisten dann 1. Klasse nach Sibiu – Gott sorgt für seine Leute – ein schönes Erlebnis für uns .

Wir hatten wieder eine gute Reise, in Sibiu erwarteten uns Weiders und Pastor Cornel Barlea  und auch in Selimbar war es sehr schön, bekannte Gesichter der vergangenen Jahre zu treffen.

Am Abend ging es dann ins Karpatendorf zu unserem Lager – Tabera Cobana. Hier trafen wir das Ehepaar Veorika und Vasile und die Küchenfrauen, gute Freunde der vergangenen Jahre – und wurden herzlich begrüßt.

Auch unsere Übersetzerinnen für die nächsten Tage kamen abends an – 4 Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren waren uns eine große Hilfe, sie übersetzten großartig, machten überall sehr gut mit – ohne die Mädchen wäre das Camp nicht machbar gewesen.

Wir konnten nach dem Auspacken alle Materialien sortieren und hatten noch Zeit die rumänischen Lieder zu üben.

Am nächsten Tag kamen morgens die Kinder an, fast alle Kids leben in Rosia und wurden über die dortige Gemeinde eingeladen. Es war besonders schön Kinder aus den vergangenen Jahren wiederzusehen. Der Kontakt war sofort hergestellt und es war toll zu sehen, wie alle Kinder sich auf die Zeit im Camp freuten.

Die 7 Tage der Kinderfreizeit gingen sehr schnell vorbei. Die Zeit war immer gut gefüllt. Wir starteten jeden Tag mit musikalischen Frühsport, nach dem Frühstück war Kinderprogramm – ungefähr 2 bis 3 Stunden mit viel Musik, Bibelgeschichten, Theater, Spiel und Bastelarbeit, Gebet - alles rund um das Thema „Jesus – Freund fürs Leben“. Nach dem Mittagessen ging es immer an den Gebirgsbach, Badezeit war angesagt – da wir jeden Tag herrlichen Sonnenschein bei 35° hatten, war dies für uns alle eine schöne Erfrischung.

Danach ging die Bastelzeit los, die Kinder waren sehr kreativ beim Anmalen von Gipsfiguren, Ketten und Bänder herstellen, Kreuze basteln, Gebetswürfel bemalen, Muschelbilder anfertigen und vieles mehr, nach der Freizeit waren die „Schatzkisten“ dann gut gefüllt mit Mitbringsel für zu Hause.

Im Abendprogramm war oft Fußball für die Jungs angesagt, ein Verein hat uns auch wieder viele Trikots gesponsert und wir konnten die Jungs einkleiden.

Die Mädchen hatten eine eigene Spielzeit oder trafen sich zum Singen.

Die Schatzsuche war diesmal auch sehr gut gelaufen, in den vergangenen Jahren war dies immer sehr chaotisch und mit der Zeit lernen wir, was geht und was mit vielen Kindern nicht so einfach abläuft.

Die Zeit am Lagerfeuer mit Marshmallows am Stock, singen, erzählen oder einfach ins Feuer zu schauen war auch wieder sehr beliebt.

Anschließend konnten alle zum Fest beitragen, ein paar mutige Kinder sangen Lieder, es wurde viel gespielt, getanzt und gelacht. Paul und Vasile bauten in der Zwischenzeit unser mitgebrachtes Feuerwerk auf, diesmal war die Überraschung nicht so groß, weil die Kinder dieses Erlebnis vom Vorjahr allen erzählten. Trotzdem war es eine große Freude für alle, die Kinder standen im Lagergelände und staunten über die Raketen, es war ein super - schöner Abschluss des Festes.

Menschen brauchen mehr als eine Schnitte Brot oder ein Dach über den Kopf.

Sie brauchen Zuwendung und Gnade bei all dem Zerbruch, den sie erlebt haben.

(H.G.Filkers, Leiter der Berliner Stadtmission)

 

 

Liebe Freunde,

auch in diesem Jahr haben unsere Freunde aus Bad Neustadt wieder mit unserer Hilfe eine Freizeit für 50 Kinder durchgeführt. Es ist immer wieder spannend, wie unterschiedlich die Freizeiten verlaufen. Auch diesmal natürlich wieder mit Kindern aus bedürftigen Familien aus Rosia, die alle, ob Junge oder Mädchen, mit Eifer und Begeisterung (dies war nicht immer so auf den vorherigen Freizeiten) alle Aktivitäten mitmachten. Wir waren sehr dankbar für das herrliche warme Sommerwetter, so dass alle Aktivitäten draußen stattfinden konnten. Des einen Freud ist des anderen Leid: In Rumänien hat es über zwei Monate nicht geregnet, und es waren teilweise Temperaturen bis 40 Grad. Vieles war vertrocknet, und es wird eine recht magere Ernte geben. Auch in unserem Garten, trotz liebevoller Pflege durch Nicu, sah es nicht viel besser aus.

 

Unsere inzwischen 38 Senioren sind sehr dankbar und freuen sich, dass sie jetzt mit dem neuen Fahrstuhl endlich an die frische Luft können. Dazu trägt auch die Spende der Rollstühle des Tabea-Diakoniewerkes Hamburg bei.

Leider steigen auch in RO die Strom- und Gaskosten ständig an (jetzt z.B. monatlich schon 3.000 Euro). Die Folge ist, dass schon mehrere Diakoniewerke, die ja alle auch auf Spenden aus dem Ausland angewiesen sind, ihre Arbeit einstellen mussten.  Darunter auch ein teilweise mit uns kooperierendes großes Kinderheim im Nachbarort.  Leider haben die Energiekonzerne, die alle in westeuropäischen Händen liegen, die Sozial- und Diakoniewerke in die hohen Fabriktarife eingestuft und nicht in die weitaus günstigeren Privattarife.

 Zurzeit sind ja in Rumänien Ferien, und unsere Mädchen sind alle bei ihren Familien. Leider kommt Geanina nicht zur Ruhe. Ihre Eltern haben sie überredet, in Italien zu arbeiten (bessere Verdienstmöglichkeiten), mit der dringenden Auflage, sie zu unterstützen. Wobei ich leider sagen muss, dass die Eltern es eigentlich bei ihrem Lebenswandel nicht verdient haben. Geanina wurde dadurch seelisch hin und her gerissen, und unter Tränen ist sie dann nach Italien gefahren. Unsere Hoffnung ist, dass sie doch ein wenig an ihre Zukunft denken und doch bald wieder zu uns ins Haus kommen möge.

Ein Erlebnis unserer Freunde aus Neustadt geht mir nicht aus dem Kopf und macht mir Mut, Gott immer wieder alle Probleme zu überlassen. Folgendes war geschehen:

Bei der Buchung ihrer Flugreise nach Sibiu wurde ihnen im Reisebüro zugesagt, dass die rumänische Fluggesellschaft auch ihre Gitarre als Handgepäck gelten lässt. Doch am Flughafen, bei der Gepäckaufgabe, sollten sie 100 Euro extra dafür bezahlen. Eine Mitarbeiterin am Nachbarschalter bekam die Diskussion mit. Sie hatte gesehen, dass Andreas das unter christlichen Jugendlichen bekannte und viel benutzte Armband mit der Inschrift „was würde Jesus tun“ trug. „Habt ihr es schon mit beten versucht? Ich bete auch dafür“. So stellte sich die Gruppe zur Seite und betet für das Problem. Kaum war das Amen gesprochen, rief die Dame von der Gepäckannahme Andreas zu sich und sagte: „Na ja, ausnahmsweise nehmen wir die Gitarre kostenlos mit“.

Bisher sind leider die Spenden für die Bezahlung des Fahrstuhles noch sehr gering. Wir wollen aber unserem himmlischen Vater vertrauen, dass ER für die Bezahlung des Fahrstuhles sorgen wird. Mit herzlichen Grüßen und Gottes Segen wünscht von ganzem Herzen ,Euer Ehrhart

im April 2012

 

 

Liebe Freunde,

 

es ist schon erstaunlich wie schnell die Zeit dahingeht. Seit nun 22 Jahre bemühen wir uns gemeinsam nach unseren Möglichkeiten den Menschen in Rumänien zu helfen. Herzlichen Dank immer wieder an Euch, die Ihr von Anfang an dabei oder später dazu gekommen seid. Auch wenn sich inzwischen manches zum Besseren gewendet hat, besonders in den Städten, bleibt vorwiegend die Landbevölkerung aus verschiedenen Gründen davon ausgeschlossen.

Mirela,Florina,Simona, (Madalina fehlt)B.

Seit kurzem sind 4 Mädchen (Geschwister) im Haus. Es ist eine sehr arme Familie mit 8 Kindern. Die Eltern würden gerne vier von ihnen weiter zu einer weiterführenden Schule nach Sibiu schicken. So sollte ausgelost werden wer von den vier weiter gehen kann und dort bei einer Verwandten wohnen könnte. Wir hatten davon erfahren und boten allen vieren an bei uns zu wohnen. Ihr könnt Euch sicher die Freude der Mädels vorstellen.

Alina ist inzwischen Klassenbeste und wurde von ihren Lehrern zum studieren empfohlen. Sie wird dann weiterhin im Haus wohnen.Ana V. hat vorerst ihre Hepatitistherapie beendet und wohnt jetzt mit Marianne in Sibiu zusammen. Vorerst auf Probe um festzustellen wie weit sie das gesundheitlich packt. Zusammen mit Marianne arbeitet sie in einer Kleiderfabrik.

Anka hat inzwischen einen Jungen aus Rosia kennen gelernt und wohnt meist bei ihm. So baten wir sie unterdiesen Umständen das Haus zu verlassen.

Im letzten Rundbrief berichtete ich von Geanina wie sie in diesem Jahr heiraten wollte, aber die Eltern ihres Verlobten dagegen sind (weil sie ja aus sehr armen Verhältnissen kommt). Jetzt hat auch ihr Freund die Verlobung gelöst und arbeitet neuerdings  in der Schweiz. Inzwischen hat sie es einigermaßen überwunden, wobei ihr die anderen liebevoll zur Seite stehen.

So sind immer wieder Freud´ und Leid, Hilfe und Hilflosigkeit dicht beieinander. Doch alle gemeinsam tragen und sehen  wir nach vorn in dem Wissen, wir sind nicht allein, denn über uns wacht ein liebender und fürsorgender himmlischer Vater.

Mirela, Florina, Simona, (Madalina fehlt) 

Eines Morgens lag auf unserem Frühstückstisch diese liebevolle Karte. Ich möchte diesen Dank an euch weiter geben, denn Ihr habt ja den größten Anteil daran, ich bin ja sozusagen nur der Übermittler eurer liebevollen Hilfe. (Gesegnet ist der, der auf den Herrn vertraut und dessen Vertrauen der Herr ist. Jeremia 17,7)

 

Inzwischen haben sich teilweise persönliche Freundschaften zwischen Jung und Alt entwickelt und immer wieder „stecken“ die Senioren „ihren“ Mädchen kleine Aufmerksamkeiten zu. Somit erfahren sie, manchmal erstmalig, Beachtung und Anerkennung.

Diesmal habe ich mir die Zeit genommen um mit jedem der Senioren etwas Zeit zu verbringen und soweit es möglich ist einen kleinen Plausch zu halten. Und ich hatte wirklich den Eindruck, dass alle sich wohl fühlen und zufrieden sind.

In diesen Tagen wurde das Haus noch einmal vom Gesundheitsministerium, Sozialbehörde und der Gewerbeaufsicht  inspiziert. Bis auf ein paar Kleinigkeiten wie Abzugshauben in der Küche und Standorte der Feuerlöscher war nichts zu beanstanden und somit  ist der Betrieb des Hauses endgültig genehmigt worden mit der Auflage…………so schnell wie möglich einen Fahrstuhl zu installieren. Eine Firma war auch schon vor Ort und würde für 21.000 Euro den Fahrstuhl einbauen. Auch ist jemand bereit uns diese Summe für 1 ½ Jahre vorzustrecken. Im Vertrauen auf Gottes Hilfe wollen wir den Einbau wagen. Denn es ist ja auch unbedingt notwendig, dass gerade auch die gehbehinderten Senioren an die frische Luft kommen. Bitte betet dafür und vielleicht kennt Ihr jemand der die Möglichkeit hat uns zu helfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit herzlichen Segensgrüßen, Euer Ehrhart

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