Dezember 2013

Liebe Freunde,

folgendes schreiben uns Mimi und Cornel:
Wir sind froh, euch ein paar Dinge über Selimbar zu schreiben.
Den Mädchen geht es allen gut. Auch in der Schule . Unsere Freude ist aber insbesondere, dass zwei von ihnen, Maria und Simona, am Taufunterricht teilnehmen, und sie wünschen sich sehr, getauft zu werden. Die andern Mädchen, die schon gläubig sind besuchen die Senioren an zwei Abenden in der Woche und singen ihnen christliche Lieder, lesen zusammen in der Bibel und reden dann über Gott, Glaube und solche Sachen. Sie haben diese Aktion schon länger angefangen und setzten sie mit Freude fort.

In Sibiu, in der Bethania Gemeinde, ist im November ein Theaterstück an mehreren Abenden vorgetragen worden. Die 'Schauspieler' sind Jugendliche aus der Gemeinde gewesen und sie spielen Rollen aus dem Alltag wie: eine christliche Familie die vom Gottesdienst nach Hause fahren, oder Mutter und Tochter beim Einkaufen, Jugendliche, die auf einer Party feiern ... Alle werden dann sterben und kommen vor die Tore des Himmels, aber dann geht es für einige rein in den Himmel, für andere in die Hölle. Eine sehr bewegende Darstellung. Manche Mädchen, die mal in Selimbar waren, haben da auch mitgemacht: Ana-Maria Varga, Irina Bombi und die Maria, die sich eben taufen lassen will.

September 2013

Liebe Freunde,

mit Freude und Dankbarkeit konnte ich, zusammen mit meiner Frau Edith und Michael, endlich nach ei-nem Jahr - durch die Krankheit bedingte Zwangspause - wieder nach Rumänien fahren. Doch ich musste nur ungerne feststellen, dass man mit zunehmendem Alter solche Reisen nicht mehr so einfach wegsteckt. Es fällt mir schon schwer, langsam kürzer treten zu müssen und anzufangen, die Fahrten zu reduzieren.

Inzwischen werden immer mehr Teilstücke der neuen Autobahn A1 (Nord-Süd Verbindung von Arad nach Bukarest über SIBIU) fertig und schon teilweise für den Verkehr frei gegeben. Mit vorsichtigem Optimismus kann man ab Mitte 2014 von Hamburg bis Sibiu Autobahn fahren. Auch in Selimbar ist die Hauptstraße inzwischen fertig, mit einem schönem Grünstreifen zwischen Fußgängerweg und Autofahrerstrasse.

Nur leider ist das Versprechen der Behörden, endlich auch „unsere“ Straße zu bauen, noch nicht eingelöst worden. Wenn auch sehr langsam, dennoch tut sich etwas im Land.

Liebe Freunde,

inzwischen bin ich seit einer Woche aus dem Krankenhaus, wo endlich die verschobene Prostataoperation erfolgte, wieder zu Hause. Auch wenn manches Tun noch schwer fällt, bin ich sehr dankbar wie gut alles verlaufen ist. Daran haben viele gute Freunde nicht unerheblichen Anteil, die mich anriefen, Briefe schrieben und viel gebetet haben.

Immer noch bin ich sehr traurig und kann mir noch nicht die Fragen „Warum“, Wozu“ verkneifen, dass unser himmlischer Vater Nicu zu sich geholt hat. Nicu, der in seinem ruhigen, geduldigen und liebevollen Wesen, von alt und jung im Haus geliebt war. Er hatte immer alles am und im Haus voll im Griff. Besonders liebte er den Nutzgarten. Es wird sehr schwer sein, einen adäquaten Nachfolger zu finden.

 

                                                                                                         

 

                                                                                                                                                                   im April 2013

  Liebe Freunde,

vielleicht kommt dem einen oder anderen von Euch der obige Vers etwas unpassend vor. Doch mit dem Vers möchte ich Euch ein wenig mit hineinnehmen in unsere, d.h. meine Frau Edith und mich, derzeitige Situation. Die Planungen liefen ja dahin, dass wir wieder zum 1. April nach Rumänien fahren wollten. Doch Anfang März bekamen wir beide einen Grippevirus, der uns im Laufe der nächsten Zeit immer mehr zusetzte. Ich bekam immer größere Atembeschwerden und musste dann recht schnell ins Krankenhaus. Drei Tage später bekam Edith in der Nacht einen Kreislaufzusammenbruch, dank lieber Fürsorge der Tabea Mitarbeiter, konnte sie noch rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht werden.

Als ich dann in meinem Krankenhausbett lag, angeschlossen an div. Versorgungsleitungen, kam die Re-signation und das Gefühl der Dunkelheit. Es war doch alles so perfekt geplant und organisiert, die Materi-alien zum Verladen geordert. Besonders freute ich mich über eine Spende von ca. 300 Kg hochwertigem Multivitaminsaft. Und nun…alles umsonst! Schweren Herzens überall telefonieren und absagen.

Ich glaube, dass uns Gott in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.

Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.

In solchem Glauben müssen alle Ängste vor der Zukunft  überwunden sein.

D.Bonhoeffer

Liebe Freunde,

inzwischen bin ich seit einer Woche aus dem Krankenhaus, wo endlich die verschobene Prostataoperation erfolgte, wieder zu Hause. Auch wenn manches Tun noch schwer fällt, bin ich sehr dankbar wie gut alles verlaufen ist. Daran haben viele gute Freunde nicht unerheblichen Anteil, die mich anriefen, Briefe schrieben und viel gebetet haben.

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