Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele!“ Psalm 121,7

 

Liebe Freunde!

Nach wie vor hat die Corona-Pandemie auch Rumänien noch fest im Griff. Zwar gibt es momentan auch wieder einige Lockerungen, aber man ist vorsichtig und will auch hier keinen Rückfall riskieren. Die Kluft zwischen arm und reich wächst weiter. Viele Tagelöhner haben in der Pandemie ihre Arbeit verloren und die wirtschaftliche Lage ist anhaltend schlecht.

Da ist es doch gut, einmal erfreuliche Nachrichten aus Rumänien zu hören. So schreibt uns unsere liebe Bev von ihren Eindrücken vor Ort:

Die Dinge im Haus der Hoffnung laufen gut. Obwohl die Einschränkungen von der Regierung gelockert wurden, sind Orte wie dieses Haus und auch andere Senioren- und Pflegeheime für Besucher immer noch nicht zugänglich. So können Familienmitglieder, die ihre Verwandten besuchen dies lediglich draußen tun. Für diesen Zweck wird nun auch ein überdachter Pavilion gebaut.

Seit einiger Zeit ist nun auch ein junger Mann namens Adi als Hausmeister und Verwalter des Geländes eingestellt. Er wird in der nächsten Woche eine der jungen Frauen heiraten, die mit im Haus arbeiten. Die standesamtliche Trauung fand bereits im Rathaus von Selimbar statt.

Cornel und Mimi geht es gut. Sie sind damit beschäftigt, alles am Laufen zu halten.

Der Garten sieht in diesem Jahr wirklich schön aus und es hat auch genug geregnet. So geht es mit dem Obst- und Gemüseanbau sehr gut voran.

Die Mädchen, die bei Cornel und Mimi wohnen, waren meistens zu Hause und mussten online ihren Schulunterricht abhalten. Zwei Mädchen blieben allerdings bei ihnen in Sibiu, da sie verschiedene Kurse besuchten. Eines dieser Mädchen konnte ihren Schulabschluss so auch persönlich abschließen. Die Hoffnung ist es, dass ab September die Mädchen alle wieder in Präsenz zur Schule gehen können, da der Onlineunterricht in vielen Fällen nur erschwert möglich ist.“

Mit diesen kurzen Einblicken möchte ich euch alle ganz herzlich grüßen!

Euer Johannes

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Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. (Matth.25,35-36)

Dazu eine kleine Geschichte: Ein Bettler saß jeden Tag am Stadttor und wartete auf Almosen. Eines Tages kam ein Mann vorüber und hatte einen Rosenstrauß für seine Frau gekauft. Als er den Bettler sah, nahm er eine Rose aus dem Strauß und schenkte sie dem armen Mann. Darauf war der Bettler drei Tage lang nicht mehr gesehen worden. Als er am vierten Tag wieder wie gewohnt am Stadttor saß, fragte ihn ein Passant: "Wovon haben sie denn die letzten Tage gelebt?" Darauf antwortete der Bettler: "Von einer Rose!"

Liebe Freunde!

Die Geschichte von der Rose möchte uns daran erinnern, dass es oft auch die kleinen Gesten sind, die eine große Auswirkung haben können und damit Licht und Hoffnung in unsere Zeit bringen. Gerade jetzt, wo wir durch die Pandemie an vielen Orten Angst und Sorge erleben und sich mehr und mehr auch eine Entfremdung breit machen will, können schon kleinste Zeichen der Zuneigung und Wertschätzung von großer Bedeutung sein.

Durch die strengen Bestimmungen in Rumänien sind auch die rund 55 Senioren in unserem Haus in Selimbar von der Außenwelt zu ihrem Schutz vor Ansteckung abgeriegelt. Das ist für sie und ihre Angehörigen eine schwierige Zeit.

Die Mädchen, die in unserem Haus in Sibiu leben und dort die Schule besuchen, haben weitestgehend alternative Unterrichtspläne und wechseln zwischen Präsenz- und Onlineunterricht. Die älteren von ihnen haben in den vergangenen Wochen ein Praktikum im Krankenhaus absolviert.

So wird das Leben auch in Rumänien zur Zeit weitestgehend von der Coronapandemie bestimmt und wir hoffen, dass es bald einmal besser wird.

So wünsche ich allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen gesunden Übergang ins neue Jahr!

Euer Johannes Koslowski

 

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Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.“

Psalm 50,15

Liebe Freunde,

auch Rumänien ist nicht vom Coronavirus verschont geblieben. Über 1300 Todesfälle sind mittlerweile im Land zu beklagen und die Armut in der Bevölkerung hat durch die vielen Einschränkungen zugenommen.

Es ist daher nicht selbstverständlich, dass die Bewohner im „Haus der Hoffnung“ in Selimbar bisher verschont geblieben sind. Darüber sind wir sehr dankbar.

Auch den Mädchen geht es gut. Wie auch hierzulande mussten sie den Unterricht online weiterführen, was dank unserer lieben Mitarbeiter vor Ort möglich gemacht werden konnte.

Mit einigen Bildern vom Frauentag, der kurz vor dem Ausbruch der Pandemie stattfand und ein paar Impressionen rund ums Haus möchte ich euch alle ganz herzlich grüßen.

Euer Johannes Koslowski

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