Reich ist, wer viel hat,
reicher ist, wer wenig braucht,
am reichsten ist, wer viel gibt.
G.Tersteegen

Liebe Rumänienfreunde,

schweren Herzens kann ich jetzt im Herbst nicht nach Rumänien fahren. Doch das Wohl der Ehefrau Edith ist tausendmal wichtiger. Zwei kurz hintereinander stattfindende nicht einfache Herzoperationen, musste sie über sich ergehen lassen. Langsam, sehr langsam kommt sie wieder zu Kräften, und ich will ihr gerne ein gute Stütze sein.

 

Wie gewohnt, ist jetzt die Zeit Vorräte für den Winter anzulegen. Im Bild rechts kann man erkennen das die Obstbäume, Blaubeer- und Johannesbeersträucher gut gewachsen sind, und im nächsten Jahr eventuell die ersten Früchte geerntet werden können. Es ist schon eine große finanzielle Entlastung Obst, Gemüse im eigenen Garten zu ernten. Auch das Fleisch aus der eigenen Tierhaltung (Schweine und Hühner) trägt dazu bei.

 

Damit die Treppe und der Eingang des Hauses trocken bleibt wurde ein Vordach als Schutz gebaut.

 Wir sind sehr dankbar, dass der Betrieb des Hauses ohne wesentlichen Probleme läuft, und endlich einmal vor den manchmal schwer zu verstehenden Auflagen verschont blieben.

 
     

Höhepunkte sind unter anderem auch die gemeinsamen Geburtstagsfeiern, die Gymnastikstunden oder einfach im Kreis zu sitzen und zu erzählen - dem Rumänen geht niemals der Erzählstoff aus.

   
 Naomi  Ana  Alexandra  Magda  Melanie  Izabel

Naomi ist neu bei uns. Sie gehört zu der der Familie mit der "unzähligen" Mädchenschar. Ana S. ihre Schwester Sie geht zur Uni und will Krankenschwester werden.

Diese 4 Mädchen kommen alle aus dem Dorf Copacheni, ca. 130 Km nördlich von Sibiu. In dieser Region gibt es wenig Möglichkeiten für eine Ausbildung oder Studium. Es gibt ein paar Städte in Rumänien die z.Zt. eine große Anziehungskraft haben und Sibiu ist eine davon. Die Mädchen sind alle gut in der Schule und wollen ihre angebotene Chance nutzen. Ihre Familien sind sehr arm. Viele Leute aus dieser Gegend arbeiten ein paar Monate (Saison) in Europa um ihr Einkommen aufzubessern. Eine Ausbildung, oder sogar Studium ist für sie sehr kostenintensiv und kann von den Eltern nicht bezahlt werden. Die Hilfe, die wir ihnen anbieten bringt zwar im Moment nichts, aber sie haben dann in der Zukunft sehr gute Chancen.

Alexander (im letzten Rundbrief ausführlich die Hochzeit geschildert) hat eine Weile in Selimbar mitgeholfen. Wir haben ihm einen Arbeitsplatz in einer Bäckerei vermittelt. Seine Frau Kasandra erwartet ja ihr Baby. Wir helfen ihnen mit Kleidung und anderen notwendigen Dingen.

Mit lieben und herzlichen Grüßen,
Euer Ehrhart Weider


Jeder mag dazu seine Meinung und Standpunkt haben. Eines was ich mir wünsche, dass wir uns gegenseitig akzeptieren, und nicht, wie es leider immer wieder vorkommt, die Köpfe einschlagen.
Für mich persönlich ein erstaunliches Ergebnis!

ZWISCHENRUF: Die Ehe soll als Verbindung zwischen Mann und Frau festgeschrieben werden.
                                                              Überraschung: Rumänien stimmt für die Ehe
Das rumänische Parlament hat in der letzten Woche eine beachtliche Entscheidung getroffen und sich für die tra¬ditionelle Familie und Ehe aus Mann und Frau ausgesprochen. Hintergrund ist eine von der Rumänischen Orthodoxen Kirche gestartete Initiative. Diese überkonfessionelle „Koalition für die Familie" hat es geschafft, in nur einem knappen Jahr drei Millionen Unterzeichner hinter sich zu versammeln. Sie wird wiederum von einer Bewegung, die sich vehement für die Homo-Ehe als „europäische Errungenschaft" und „EU-Standard" ausspricht, als religiös-fundamentalistische Kampagne diffamiert. Der Parlamentsbeschluss spiegelt aber den Mehrheitswillen der Bevölkerung wider: 87% der Staatsbürger gehören der orthodoxen Kirche an. Während mehrere EU-Staaten die Homo-Ehe eingeführt haben, schob das rumänische Abgeordnetenhaus dem mit 232 von 270 Stimmen einen Riegel vor. Ziel ist ein Referendum zur entsprechen den Verfassungsänderung. Die Ehe soll künftig in Artikel 48 der Verfassung als Verbindung zwischen Mann und Frau festgeschrieben werden. Das nächste Votum obliegt demSenat als zweiter Kammer. Hier will die Nationalliberale Partei (PNL) des deutschstämmigen Präsidenten Klaus Johannis erreichen, dass die „traditionelle" Ehe nur als eines von mehreren Familienmodellen gilt. Doch 42 von 50 Abgeordneten der PNL trugen das Votum pro Ehe (Mann und Frau) in der ersten Kammer trotzdem mit. Von den 136 Parlamentariern der regieren¬ den Sozialdemokraten (PSD) stimmte nur einer mit Nein.

Pfarrer Jürgen Henkel aus Selb ist Bezirksvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU Oberfranken
ideaSpektrum 21.2017

 

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