Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. (Matth.25,35-36)

Dazu eine kleine Geschichte: Ein Bettler saß jeden Tag am Stadttor und wartete auf Almosen. Eines Tages kam ein Mann vorüber und hatte einen Rosenstrauß für seine Frau gekauft. Als er den Bettler sah, nahm er eine Rose aus dem Strauß und schenkte sie dem armen Mann. Darauf war der Bettler drei Tage lang nicht mehr gesehen worden. Als er am vierten Tag wieder wie gewohnt am Stadttor saß, fragte ihn ein Passant: "Wovon haben sie denn die letzten Tage gelebt?" Darauf antwortete der Bettler: "Von einer Rose!"

Liebe Freunde!

Die Geschichte von der Rose möchte uns daran erinnern, dass es oft auch die kleinen Gesten sind, die eine große Auswirkung haben können und damit Licht und Hoffnung in unsere Zeit bringen. Gerade jetzt, wo wir durch die Pandemie an vielen Orten Angst und Sorge erleben und sich mehr und mehr auch eine Entfremdung breit machen will, können schon kleinste Zeichen der Zuneigung und Wertschätzung von großer Bedeutung sein.

Durch die strengen Bestimmungen in Rumänien sind auch die rund 55 Senioren in unserem Haus in Selimbar von der Außenwelt zu ihrem Schutz vor Ansteckung abgeriegelt. Das ist für sie und ihre Angehörigen eine schwierige Zeit.

Die Mädchen, die in unserem Haus in Sibiu leben und dort die Schule besuchen, haben weitestgehend alternative Unterrichtspläne und wechseln zwischen Präsenz- und Onlineunterricht. Die älteren von ihnen haben in den vergangenen Wochen ein Praktikum im Krankenhaus absolviert.

So wird das Leben auch in Rumänien zur Zeit weitestgehend von der Coronapandemie bestimmt und wir hoffen, dass es bald einmal besser wird.

So wünsche ich allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen gesunden Übergang ins neue Jahr!

Euer Johannes Koslowski

 

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