Menschen brauchen mehr als eine Schnitte Brot oder ein Dach über den Kopf.

Sie brauchen Zuwendung und Gnade bei all dem Zerbruch, den sie erlebt haben.

(H.G.Filkers, Leiter der Berliner Stadtmission)

 

 

Liebe Freunde,

auch in diesem Jahr haben unsere Freunde aus Bad Neustadt wieder mit unserer Hilfe eine Freizeit für 50 Kinder durchgeführt. Es ist immer wieder spannend, wie unterschiedlich die Freizeiten verlaufen. Auch diesmal natürlich wieder mit Kindern aus bedürftigen Familien aus Rosia, die alle, ob Junge oder Mädchen, mit Eifer und Begeisterung (dies war nicht immer so auf den vorherigen Freizeiten) alle Aktivitäten mitmachten. Wir waren sehr dankbar für das herrliche warme Sommerwetter, so dass alle Aktivitäten draußen stattfinden konnten. Des einen Freud ist des anderen Leid: In Rumänien hat es über zwei Monate nicht geregnet, und es waren teilweise Temperaturen bis 40 Grad. Vieles war vertrocknet, und es wird eine recht magere Ernte geben. Auch in unserem Garten, trotz liebevoller Pflege durch Nicu, sah es nicht viel besser aus.

 

Unsere inzwischen 38 Senioren sind sehr dankbar und freuen sich, dass sie jetzt mit dem neuen Fahrstuhl endlich an die frische Luft können. Dazu trägt auch die Spende der Rollstühle des Tabea-Diakoniewerkes Hamburg bei.

Leider steigen auch in RO die Strom- und Gaskosten ständig an (jetzt z.B. monatlich schon 3.000 Euro). Die Folge ist, dass schon mehrere Diakoniewerke, die ja alle auch auf Spenden aus dem Ausland angewiesen sind, ihre Arbeit einstellen mussten.  Darunter auch ein teilweise mit uns kooperierendes großes Kinderheim im Nachbarort.  Leider haben die Energiekonzerne, die alle in westeuropäischen Händen liegen, die Sozial- und Diakoniewerke in die hohen Fabriktarife eingestuft und nicht in die weitaus günstigeren Privattarife.

 Zurzeit sind ja in Rumänien Ferien, und unsere Mädchen sind alle bei ihren Familien. Leider kommt Geanina nicht zur Ruhe. Ihre Eltern haben sie überredet, in Italien zu arbeiten (bessere Verdienstmöglichkeiten), mit der dringenden Auflage, sie zu unterstützen. Wobei ich leider sagen muss, dass die Eltern es eigentlich bei ihrem Lebenswandel nicht verdient haben. Geanina wurde dadurch seelisch hin und her gerissen, und unter Tränen ist sie dann nach Italien gefahren. Unsere Hoffnung ist, dass sie doch ein wenig an ihre Zukunft denken und doch bald wieder zu uns ins Haus kommen möge.

Ein Erlebnis unserer Freunde aus Neustadt geht mir nicht aus dem Kopf und macht mir Mut, Gott immer wieder alle Probleme zu überlassen. Folgendes war geschehen:

Bei der Buchung ihrer Flugreise nach Sibiu wurde ihnen im Reisebüro zugesagt, dass die rumänische Fluggesellschaft auch ihre Gitarre als Handgepäck gelten lässt. Doch am Flughafen, bei der Gepäckaufgabe, sollten sie 100 Euro extra dafür bezahlen. Eine Mitarbeiterin am Nachbarschalter bekam die Diskussion mit. Sie hatte gesehen, dass Andreas das unter christlichen Jugendlichen bekannte und viel benutzte Armband mit der Inschrift „was würde Jesus tun“ trug. „Habt ihr es schon mit beten versucht? Ich bete auch dafür“. So stellte sich die Gruppe zur Seite und betet für das Problem. Kaum war das Amen gesprochen, rief die Dame von der Gepäckannahme Andreas zu sich und sagte: „Na ja, ausnahmsweise nehmen wir die Gitarre kostenlos mit“.

Bisher sind leider die Spenden für die Bezahlung des Fahrstuhles noch sehr gering. Wir wollen aber unserem himmlischen Vater vertrauen, dass ER für die Bezahlung des Fahrstuhles sorgen wird. Mit herzlichen Grüßen und Gottes Segen wünscht von ganzem Herzen ,Euer Ehrhart

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