Oktober 2012

Liebe Freude des Hauses der Hoffnung,

viele Grüße an euch, die ihr soviel Interesse an unserer Arbeit im Haus der Hoffnung gezeigt habt. Vielen Dank an alle von euch, die uns finanziell und im Gebet unterstützt haben und diese Briefe lesen. Unsere Arbeit entwickelt sich weiter und ich bin glücklich, euch mit diesem Brief weiterhin informieren zu dürfen, auch wenn es einige Zeit her ist, dass ich geschrieben habe.

Während des letzten Schuljahres lebten ganze zehn Mädchen in unserem Haus. Die zwei Mädchen, die bereits arbeiten, haben entschieden, dass sie soweit sind, auszuziehen. Eines dieser beiden Mädchen hatte länger als die gewöhnlichen sechs Jahre bei uns gewöhnt, weil sie aufgrund einer Krankheit auf teure Medikamente angewiesen war. Sie ist im März ausgezogen, nachdem Tests gezeigt haben, dass es ihr schon sehr viel besser geht und sie die Behandlung nicht mehr benötigt. In den letzten drei Monaten des Schuljahres haben sieben Mädchen im Haus der Hoffnung gewohnt. Sie sind rechts auf dem Foto, während eines Essens in meiner Wohnung in Sibiu zu sehen. Wir haben Brownies gegessen und die Mädchen haben jeder nicht nur einen verschlungen! Vier der Mädchen sind Schwestern einer großen Familie, die in einem Dorf 30 Meilen entfernt von Sibiu lebt. Die Familie konnte es sich lediglich leisten, eine der Töchter zur weiterführenden Schule zu schicken, da sie ja auch noch die Miete für eine kleine Wohnung in der Stadt bezahlen müssen. Das Leben im Haus der Hoffnung ermöglicht es nun allen vier Mädchen, weiter zur Schule zu gehen. Sie sind alle gute Schülerinnen. Eine geht bereits zur Universität, die anderen noch zur weiterführenden Schule. Die vier Mädchen haben geplant, im Herbst wieder zu kommen, wie auch die anderen Mädchen im Bild. Noch weitere vier Mädchen möchten ebenfalls kommen, sodass demnächst wahrscheinlich elf Mädchen im Haus der Hoffnung wohnen werden. Die größte Zahl, die wir jemals hatten! Gerade bin ich in den Staaten. Als ich Rumänien Anfang September verlassen habe, hatte das Schuljahr noch nicht begonnen. Ich werde also erst, wenn ich im Oktober zurückkehre, sehen, ob es allen Mädchen möglich war, zu kommen.

Die Arbeit mit den Senioren geht mit 40 Bewohnen im Gebäude weiter. Es gibt einen Arzt, der regelmäßig Patientenbesuche macht, und auch Krankenschwestern, die hier arbeiten. Durch Mundpropaganda und eine Website ist unser christliches Haus als Heim für Senioren bekannt geworden. Unser Haus ist die erste Generation von Einrichtungen dieser Art in Rumänien und die Familien leben nicht mehr mit ihren älteren Verwandten zusammen, wie es früher üblich war. Die Schwiegertochter eines Mannes wollte diesen nicht mehr in ihrem Haus haben, obwohl der Mann ein eigenes Zimmer hatte und ursprünglich das Haus dem Paar von ihm selbst zur Verfügung gestellt worden war, wenn sie sich um ihn kümmern würden. Und es gibt viele Geschichten wie diese. Die Mädchen verbringen nach wie vor einen Nachmittag in der Woche mit den Älteren, was beide Altersgruppen genießen.

Aufgrund von gesetzlichen Anforderungen (obwohl es sich bei unserem Haus um ein privates handelt) musste in diesem Jahr im Haus der Hoffnung ein Fahrstuhl installiert werden. Eigentlich hatte es geheißen, dass es reichen würde, diesen im nächsten Jahr einzubauen. Der Fahrstuhl wurde an der Seite des Gebäudes angebracht und die Bauarbeiten dauerten von Mai bis August. Ein Drittel der Kosten (insgesamt über 30.000 Dollar) musste gezahlt werden, der Rest wird über ein Darlehen finanziert, dass ein amerikanischer Freund gegeben hat. Das Darlehen muss abbezahlt werden und momentan haben wir ein Viertel des entsprechenden Geldes. Bitte betet, dass es uns möglich sein wird, auch den Rest innerhalb der nächsten Monate zurückzuzahlen. Er ist eine große Hilfe für alle, die die Treppen nicht mehr herauf und herunter gehen können. Mit dem Fahrstuhl konnten die meisten im Sommer in den Innenhof, um frische Luft zu schnappen. Auf dem zweiten Foto kann man sehen, dass sich die Türen des Fahrstuhles neben den Außentüren des Gebäudes befinden, sodass man nach draußen gehen muss, um ihn zu benutzen. Diese Konstellation ist aber deutlich günstiger als einen Fahrstuhl innen im Gebäude bauen zu lassen.

Alle Verantwortlichen des Hauses tun das ihnen Mögliche, um für genügend Essen für das Haus der Hoffnung zu sorgen. Obwohl es ein heißer und trockener Sommer war hat der Garten dank der täglichen Bewässerung gegrünt und geblüht. Das wäre allerdings ohne den Brunnen, der mit eurer Hilfe vor ein paar Jahren gebaut wurde, nicht möglich gewesen. Die Gefriertruhen sind voll mit Gemüse und es wurde viel eingekocht. Diesen Sommer hat das Heim begonnen, Hühner aufzuziehen, bis sie groß genug waren, um geschlachtet zu werden. Es gibt auch vier Schweine, sodass genügend Fleisch zum Essen für den Winter da sein wird.

Ich stehe mit verschiedenen Mädchen in Kontakt, die in den letzten Jahren in unserem Haus ein- und aus gegangen sind. Die meisten von ihnen sind immer noch in der Gegend und arbeiten in den Berufen, die sie gelernt haben, während sie noch bei uns im Haus der Hoffnung wohnten. Manche von ihnen kommen auch immer noch zu den Gottesdiensten. Wir sind sehr dankbar dafür, dass sie erfolgreiche Mitglieder der Gesellschaft geworden sind. Wäre das Haus der Hoffnung nicht für sie da gewesen, wären die meisten von ihnen auf der Straße gelandet, manche von ihnen wären vielleicht sogar Opfer des Menschenhandels geworden. Danke für euren Anteil daran, diesen Mädchen eine Chance zu geben.

Wenn ihr für diese Arbeit einen Beitrag leisten möchtet, schreibt an Greater Europe Misson, P.O. Box 1669, Monument, CO 80132. Betreff ist das Haus der Hoffnung.

Vielen, vielen Dank für euren Beitrag zu dieser Arbeit. Wir schätzen das sehr!

Gott segne euch!

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