im April 2013

  Liebe Freunde,

vielleicht kommt dem einen oder anderen von Euch der obige Vers etwas unpassend vor. Doch mit dem Vers möchte ich Euch ein wenig mit hineinnehmen in unsere, d.h. meine Frau Edith und mich, derzeitige Situation. Die Planungen liefen ja dahin, dass wir wieder zum 1. April nach Rumänien fahren wollten. Doch Anfang März bekamen wir beide einen Grippevirus, der uns im Laufe der nächsten Zeit immer mehr zusetzte. Ich bekam immer größere Atembeschwerden und musste dann recht schnell ins Krankenhaus. Drei Tage später bekam Edith in der Nacht einen Kreislaufzusammenbruch, dank lieber Fürsorge der Tabea Mitarbeiter, konnte sie noch rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht werden.

Als ich dann in meinem Krankenhausbett lag, angeschlossen an div. Versorgungsleitungen, kam die Re-signation und das Gefühl der Dunkelheit. Es war doch alles so perfekt geplant und organisiert, die Materi-alien zum Verladen geordert. Besonders freute ich mich über eine Spende von ca. 300 Kg hochwertigem Multivitaminsaft. Und nun…alles umsonst! Schweren Herzens überall telefonieren und absagen.


49 Fahrten verliefen immer wie geplant, 23 Jahre ohne persönliche Hindernisse – für mich war es schwer nachvollziehbar warum auf einmal nicht mehr. Ja, wenn man so hilflos im Krankenbett liegen muss, dann kreisen die Gedanken um die Frage warum, wozu, und keine Antwort ist parat.
Zurück zum obigen Spruch. Wie oft hatte Gott in der Vergangenheit eingegriffen und verworrene Situatio-nen an den Grenzen gelöst. Uns in all den Jahren vor Unfällen und Überfällen bewahrt.
Da muss ich doch, und will es auch, dankbar und gelassen sein und so beruhigt nach vorne sehen was Gott mit mir und unserem Dienst für Rumänien noch vorhat.

Folgend ein paar kurze Notizen aus Selimbar:

Wie man mir berichtet, ist ein weiteres Mädchen aufgenommen (Name und Foto wird „nachgereicht“) worden. Es kommt aus dem Ort Vurpar (siehe Grafik). Dieser Ort liegt weit abseits und nur eine Straße führt dorthin und hinaus. Wie auch bei den anderen Mädchen kann die Mutter mangels nötiger Finanzen ihre Tochter nicht nach Sibiu auf eine weiterführende Schule schicken.
Alle Mädchen wollen die ihnen gegeben Chance nutzen und tun es auch voller Eifer. Das bestätigt immer wieder auch ihr Schulleiter Herr G.Campen.

Durch das gute Wetter ist im Garten schon alles angelegt und gepflanzt, und auch Küken und Ferkel konnten schon gekauft werden.

 Geplant ist wie auch in der Ferienanlage (siehe Bilder) einen Ofen zu bauen um Brot backen zu können.

Auch wenn hinter unserem Haus schon sehr viel neue Häuser gebaut wurden, hat die Verwaltung von Selimbar ihr Versprechen eine Straße zu bauen noch nicht eingelöst. So haben wir ein paar LKW-Ladungen kleine Steine bestellt um auch bei schlechtem Wetter den Feldweg befahrbar zu machen.
Da die sogen. Betriebserlaubnis für das Mädchenhaus und auch für das Seniorenheim abgelaufen waren, ergab die Kontrolle der staatlichen Aufsichtsbehörde keine Beanstandungen und somit stand der Verlängerungen nichts im Wege.

Mit vielen lieben Grüßen verbunden mit der Hoffnung, dass der nächste Brief wieder ein „Augenzeugenbericht“ wird,

                                                          Euer

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