Liebe Freunde,

inzwischen bin ich seit einer Woche aus dem Krankenhaus, wo endlich die verschobene Prostataoperation erfolgte, wieder zu Hause. Auch wenn manches Tun noch schwer fällt, bin ich sehr dankbar wie gut alles verlaufen ist. Daran haben viele gute Freunde nicht unerheblichen Anteil, die mich anriefen, Briefe schrieben und viel gebetet haben.

Immer noch bin ich sehr traurig und kann mir noch nicht die Fragen „Warum“, Wozu“ verkneifen, dass unser himmlischer Vater Nicu zu sich geholt hat. Nicu, der in seinem ruhigen, geduldigen und liebevollen Wesen, von alt und jung im Haus geliebt war. Er hatte immer alles am und im Haus voll im Griff. Besonders liebte er den Nutzgarten. Es wird sehr schwer sein, einen adäquaten Nachfolger zu finden.

Mimi und Cornel schreiben uns:
„Zurzeit haben wir natürlich sehr viel zu tun, denn Nicu hat eine große Lücke hinterlassen. Wir verbringen den ganzen Tag in Selimbar. Jetzt ist auch die Zeit, wo viel im Garten zu tun ist, auch die Hühner schlachten und neue Küken besorgen.
Besonders schlimm ist es am Sonntag, wenn die Senioren in die Gemeinde zum Gottesdienst zu fahren sind. Wir überlegen, ob wir Marius, ein Sohn von Nicu, nehmen sollen. Er kommt am 1. August für einen Monat auf Probe.
Inzwischen haben auch die Camps in unseren Ferienhäusern begonnen. Dieses Jahr haben sich 700 Kinder angemeldet. Davon sind 200, die zum ersten Mal in einem christlichen Camp sind. Alle kommen aus bedürftigen Familien.

 

 

 

Es gibt fünf weitere Mädchen, die gerne ins Haus ziehen möchten. Damit wären es insgesamt 17 Mädchen, das wäre aber doch etwas zu eng. Denkt an ans, dass wir auch hier die richtige Entscheidung treffen.
Naomi kommt aua Alba Julia, hat noch drei Geschwister. Sie macht in Sibiu eine Ausbildung zur Krankenschwester. Sie hat bisher in Sibiu mit einer Freundin zusammen gewohnt. Die Freundin hat ihre Ausbildung beendet und ist fortgezogen. Allein kann Naomi die Wohnung nicht bezahlen und möchte bis Oktober bei uns wohnen. Dann ist sie fertig und wird dann heiraten.“

Wie gerne wäre ich bei der Beerdigung dabei gewesen, doch leider hat mich meine Krankheit daran gehindert. Nun folgt noch die Reha in St.Peter Ording. Und dann hoffe ich endlich Ende September wieder nach Rumänien fahren zu können.
Liebe und herzliche Grüße,

Euer Ehrhart

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