September 2013

Liebe Freunde,

mit Freude und Dankbarkeit konnte ich, zusammen mit meiner Frau Edith und Michael, endlich nach ei-nem Jahr - durch die Krankheit bedingte Zwangspause - wieder nach Rumänien fahren. Doch ich musste nur ungerne feststellen, dass man mit zunehmendem Alter solche Reisen nicht mehr so einfach wegsteckt. Es fällt mir schon schwer, langsam kürzer treten zu müssen und anzufangen, die Fahrten zu reduzieren.

Inzwischen werden immer mehr Teilstücke der neuen Autobahn A1 (Nord-Süd Verbindung von Arad nach Bukarest über SIBIU) fertig und schon teilweise für den Verkehr frei gegeben. Mit vorsichtigem Optimismus kann man ab Mitte 2014 von Hamburg bis Sibiu Autobahn fahren. Auch in Selimbar ist die Hauptstraße inzwischen fertig, mit einem schönem Grünstreifen zwischen Fußgängerweg und Autofahrerstrasse.

Nur leider ist das Versprechen der Behörden, endlich auch „unsere“ Straße zu bauen, noch nicht eingelöst worden. Wenn auch sehr langsam, dennoch tut sich etwas im Land.

 

Während unseres Besuches wurden fleißig die Gartenerträge für den Winter zubereitet und eingelagert, und dadurch muss im Winter kaum Obst, Gemüse und Fleisch dazu gekauft werden.

Nachdem 3 Mädchen das Haus, aufgrund ihres unmöglichen Benehmens, verlassen mussten, ist wieder Ruhe und Einmütigkeit eingekehrt. Alleine haben die Mädchen für sich einen Arbeitsplan aufgestellt, wer wann und wo im Haus mithilft. Jetzt sind 14 Mädchen im Haus und somit sozusagen alle Plätze belegt. Es macht Freude zu sehen, wie sie alle fleißig lernen oder studieren und wie gesagt, auch fleißig im Haus helfen. An einem Abend saßen wir zusammen und konnten uns dank der guten Deutschkenntnisse von Rebecca S. gut unterhalten.

 Dankbar sind wir, dass wir für die restlichen Schulden von ca. 13.000 Euro noch bis Dezember 2014 Zeit haben, sie zu begleichen.

Im Frühjahr wurde noch mit der Hilfe von Nicu dieser Herd mit Backofen im Garten gebaut (siehe auch im Rundbr. vom April 2013). Somit kann selbst gebackenes Brot genossen werden. Der Herd wurde jetzt benutzt, um viele Dinge einzukochen und für den Winter zu konservieren.

Durch Vermittlung einer Lehrerin der Grundschule in St. Michaelisdonn packten ca. 35 Kinder Päckchen, etwa in Schuhkartongröße, mit Spielzeug, Schulbedarf, Süßigkeiten und eventuell einem Kleidungsstück. Angedacht war für Jungen und Mädchen getrennt zu packen. Leider war es dann vor Ort nicht ersichtbar,  welches Päckchen nun was beinhaltet. Uns war klar, dass es eventuell Probleme gibt, wenn die Kinder untereinander tauschen sollen. So haben wir dann alle Päckchen geöffnet und den Inhalt entsprechend Junge/ Mädchen sortiert und wieder eingepackt.

Mit herzlichem Dank un lieben Grüßen

Euer Ehrhart Weider

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