Mai 2014

Liebe Freunde unseres Hauses der Hoffnung,

Grüße und Segenswünsche senden wir euch an diesem wundervollen Frühlingstag! Momentan bin ich für zwei Monate in den USA zu Besuch. Das ist eine gute Gelegenheit, euch auf den neuesten Stand zu bringen, auch damit diejenigen, die diesen Brief per Post erhalten, das bald tun. Tatsächlich kostet es mehr als zweimal soviel einen Brief von Rumänien aus zu versenden.

Die Dinge laufen gut im Haus der Hoffnung. Der Gebäudteil, in dem die Senioren wohnen, ist meistens fast voll belegt, also mit etwa 45 Personen. Einmal in der Woche besuchen die Mädchen die Senioren, um Zeit mit ihnen zu verbringen, zu singen und zu beten. Einige der Senioren haben keine Familienangehörigen, die sie besuchen kommen, sodass sie sich immer sehr freuen, wenn die Mädchen kommen.

Derzeit leben 12 Mädchen in dem Teil des Hauses, der zu diesem Zweck bestimmt ist. Zehn von ihnen besuchen die High school. Ein weiteres der Mädchen wohnt bei uns, während sie einen Job sucht. Dieses Mädchen stammt aus einer Stadt, die etwa eine Stunde von Sibiu entfernt liegt. Sie ist Christin, kommt aber aus sehr schwierigen Familienverhältnissen. Christina wird daher bei uns wohnen, bis sie auf eigenen Füßen stehen kann. Das andere Mädchen, das nicht zur Schule geht, hat schon einmal bei uns gewohnt. Bisher hat sie in verschiedenen Mietwohnungen gewohnt, kommt so aber jeden Monat kaum über die Runden. Bis sie genug Geld sparen konnte, um sich eine eigene geeignete Wohnung zu kaufen, wird Irina daher weiterhin bei uns wohnen. Ihr Glaube ist sehr stark, aber sie hat einige geistige Defizite, die es ihr schwer machen, einen gut bezahlten Job zu bekommen. Wenn sie irgendwann mal soweit ist, sich eine eigene Wohnung zu kaufen, könnte sie mit dem Geld, das sie verdient, gerade eben von Monat zu Monat leben. Viele unserer ehemaligen Bewohner konnten sich eigene Wohnungen kaufen.

Eines der Mädchen, das aus einem Dorf in der Nähe von Rosia kommt, lebt aufgrund eines Wunders in ihrer Familie in unserem Haus der Hoffnung. Sie war eine regelmäßige Besucherin der Baptistengemeinde in ihrem Ort und wollte gerne die christliche High School in Sibiu besuchen. Allerdings waren ihre Eltern nicht gläubig und haben diesem Plan nicht zugestimmt. Tatsächlich war ihr Vater gewalttätig und bekannt dafür, ein Alkoholproblem zu haben. Letzten Sommer ließen ihre Eltern sich aber zu einem Kurzurlaub in den Bergen einladen, zu dem auch andere Dorfbewohner von der baptistischen Gemeinde eingeladen worden waren. An diesem Wochenende hörte ihr Vater das Zeugnis eines Mannes, dessen Leben sich durch Jesus radikal geändert hatte. Einige Tage später ging er in seinem Hinterhof auf die Knie und betete: „Wenn du das Leben dieses Mannes verändern konntest, dann glaube ich, dass du auch meines verändern kannst.“. Er begann regelmäßig zu den Gottesdiensten zu kommen und er und seine Frau begannen, Jesus zu folgen. Die Erfahrung ihrer Erlösung änderte ihre Meinung bezüglich der Pläne ihrer Tochter, eine christliche Schule zu besuchen und sie erlaubten ihrer Tochter während der Woche im Haus der Hoffnung zu wohnen. Es ist einfach toll, Gottes Macht zu erleben und wie er Leben verändert!

Wir sind sehr dankbar für eure Hilfe, mit der wir den Kauf und die Installation des Fahrstuhls bezahlen konnten. Er wird jeden Tag von den Senioren genutzt und auch, um ihnen Essen aus der Hauptküche zu bringen.

Das nächste Projekt wird sein, den Zaun um unser Grundstück weiter zu befestigen, insbesondere um die in der Nachbarschaft streunenden Hunde fernzuhalten. Für unsere Senioren, die gerne draußen sitzen und das warme Wetter genießen, bedeutet es weniger Gemütlichkeit, wenn sie sich auf das Grundstück schmuggeln. Auch für die Mädchen stellen die Hunde eine Gefahr da, da sie, wenn sie zur Schule gehen und zurückkommen, etwa eine Viertelmeile zwischen unserem Grundstück und der Bushaltestelle zurücklegen müssen. Wenn die Hunde auch nicht mehr auf unser Grundstück kämen, so könnten sie doch entlang des Weges streunen, wenn die Mädchen unterwegs sind. Eure Unterstützung deckt auch einen Teil des Unterhalts für die Mädchen. Die meisten von ihnen sind nicht in der Lage, etwas zu bezahlen.

Das Bild auf der linken Seite habe ich gewählt, um euch all die Schuhpaare der Mädchen in unserem Flur zu zeigen. In Rumänien ist es normal, seine Draußenschuhe nicht im Haus zu tragen, aber nicht viele Häuser haben so viele Schuhpaare oder Stiefel in ihren Fluren!

Ich möchte mich noch einmal für euer Interesse an diesem Dienst bedanken und um euer Gebet bitten. Betet, dass die Mädchen ihr Schuljahr gut abschließen können. Der letzte Schultag ist der 20. Juni.

Unterstützung kann an folgende Adresse gesendet werden:
Greater Europe Mission
PO Box 1669, Monument
CO 80132
zu Händen des Hauses der Hoffnung

Gottes Segen, Bev

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