Liebe Freunde,

bei jedem Rundbrief unserer amerikanischen Freundin Bevereley freut mich immer wieder, ihre fundierte und ausführliche Berichterstattung. Daran möchte ich Euch gerne teilhaben lassen, (im geringen Maß um persönliche Anmerkungen gekürzt).

Ich entschuldige mich, dass ich nicht jedem persönlich schreibe, aber ich hoffe, Ihr habt Freude daran, zu sehen, wie es vorangeht in dieser Arbeit.Bald werden die Mädchen des Gymnasiums und 2 Universitäts- Studentinnen zurückkommen, um wieder die Schule zu besuchen. Die Schule beginnt hier in der 2. Septemberwoche.
Liebe Freunde des Hauses der Hoffnung,

Die Frühlingsferien im Haus der Hoffnung waren schön. Zuallererst haben die Mädchen, denen ihr ermög-licht, weiterhin zur Schulde zu gehen, im letzten Jahr sehr hart gearbeitet. Sechs der sieben Mädchen könnt ihr auf dem Foto rechts sehen. Das Mädchen links studiert Medizin. Das dritte Mädchen von links (in grau und schwarz) ist Klassenbeste geworden. Das Mädchen rechts ist in der neunten Klasse und hat ebenfalls als Klassenbeste abgeschnitten. Sie ist das dritte Mädchen, das aus einem sehr armen Dorf südlich von Sibiu kommt. Während der letzten zwei Jahre hat ein junger Pastor mit seiner Familie eine Arbeit mit der Kirche dort gestartet. Sie sind nun Partner unserer Gemeinde in Sibiu – Bethany Baptist. Nächstes Jahr werden drei weitere Mädchen (deren Eltern nicht gläubig sind) kommen, um an der christ-lichen Schule zu lernen. Sie werden mit den Mädchen im Barlea Haus wohnen, wo inzwischen die meisten der Mädchen aus dem Haus der Hoffnung leben. Momentan sieht es danach aus, dass acht Mädchen in Barlea wohnen werden und zwei weiterhin in den Gebäuden des Hauses der Hoffnung.

Stand Juni lebten 76 Senioren in unserem Haus. Jede mögliche Ecke wird genutzt, um älteren Leuten ein Zuhause zu bieten, und trotzdem gibt es weiterhin eine Warteliste. Das Haus trägt sich immer mehr selbst. Es muss kein Fleisch mehr im Laden eingekauft werden. Jedes Jahr werden eigene Schweine gezogen und dann immer zwei geschlachtet. Es werden außerdem Hühner gekauft, die dann aufgezogen werden, bis sie groß genug zum Essen sind. Gerade gibt es 200 Pfund Hühnerfleisch, das in den Gefrierschrank kommt. Die Menschen hier essen nicht viel Rindfleisch. Sie kaufen stattdessen auch Puten und schlachten sie. Außerdem gibt es inzwischen 150 Obstbäume oder –büsche. Dank des Gartens kann außerdem Gemüse für den Winter eingefroren werden. Links seht ihr ein Bild von einem der zwei Erd-beerfelder. Während des Sommers wird Erdbeer-, Blaubeer- und Himbeermarmelade eingemacht.

Obwohl das Haus der Hoffnung eine private Institution ist, müssen regelmäßig Prüfungen durch das Gesundheitsamt und andere behördliche Institutionen bestanden werden. Gerade wurden wieder alle Prü-fungen bestanden und das Haus wurde für weitere fünf Jahre akkreditiert. Jedes Mal, wenn die Prüfer kommen, ist das eine Gelegenheit, Gottes Fürsorge bezeugen, die sich in dem Erhalt des Hauses ohne staatliche Förderung zeigt. Danke für euren Anteil daran, dass all dies möglich ist!
Letzten Herbst brach in einem Nachtclub in Bukarest ein schreckliches Feuer aus, das über 60 Tote for-derte. Die Sicherheitsregularien für Feuer waren nicht beachtet worden. Es wurden zum Beispiel Feuer-werkskörper in den Räumen gezündet und die Türen öffneten nach innen, sodass es dann für die Men-schen schwierig war, heraus zu kommen. Die Regierung stellt daher momentan sicher, dass überall im Land die bestehenden Regularien eingehalten werden und hat darüber hinaus einige neue hinzugefügt. Als das Haus der Hoffnung gebaut wurde, waren Rauchmelder noch nicht obligatorisch. Jetzt muss ein System installiert werden, dass bis zum Ende des Jahres läuft. Die Kosten werden sich auf mindestens 20.000 EUR belaufen, was in etwa 22.000 Dollar entspricht. Die Melder müssen auf allen drei Etagen, dem Keller und den Lagerräumen installiert werden. Zuerst dachte ich, dass wir batteriebetriebene Geräte aus den Staaten kaufen und damit etwas Geld sparen könnten, aber diese sind hier nicht zugelassen. Es muss ein System installiert werden, wie es von der rumänischen Regierung gewünscht wird. Bitte betet dafür, dass wir das Geld zusammen bekommen und alles bis zum Ende des Jahres fertig gestellt werden kann. Bittet betet auch darum, ob ihr an dieser Stelle helfen könnt. Danke.

Diesen Sommer wurde der Zaun um das Haus der Hoffnung herum fertig gestellt. Er hat ein Betonfunda-ment. Wie ich das letzte Mal geschrieben habe, ist er dafür da, die Hunde von nebenan fern zu halten, die im Hof Schäden verursacht, einige Hühner gerissen und für die Senioren einen Aufenthalt draußen uner-freulich gemacht haben. Unten sind ein paar Bilder von den Arbeiten am Zaun aus Juni zu sehen und eini-ge Senioren, die wieder die Zeit draußen genießen.

Ich bin doch ein wenig traurig, jetzt nicht  in Rumänien zu sein, wie sonst üblich.. Zum einen musste Edith sich einer Operation unterziehen und ich habe eine verschleppte Lungenentzündung, die mir bei meiner allgemeinen Luftknappheit, doch schwer zu schaffen macht. Doch wissen wir, bei allen Freuden aber auch besonders auch bei Problemen, unser himmlischer Vater macht keine Fehler. In dieser Gewißheit grüße ich Euch von ganzem Herzen,

Euer Ehrhart Weider

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